Kein Schrei nach Liebe
Woher kommt die rechte Gewalt im Osten? Diese Frage möchte das neue Buch von Stefan Wellgraf beantworten. Ganz so einfach ist das jedoch nicht.
Woher kommt die rechte Gewalt im Osten? Diese Frage möchte das neue Buch von Stefan Wellgraf beantworten. Ganz so einfach ist das jedoch nicht.
Fast 20 Jahre nach ihrem Kennenlernen sind Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek immer noch Freundinnen und kämpfen weiter um Aufklärung und Gerechtigkeit. Nun haben sie sich entschieden, gemeinsam mit Christine Werner ein Jugendbuch zu schreiben: »Unser Schmerz ist unsere Kraft. Neonazis haben unsere Väter ermordet«.
Dass die AfD eine extrem rechte Partei ist, gilt inzwischen in weiten Teilen der Öffentlichkeit als Konsens politischer Erkenntnis. Nützt nur nichts. Die Partei wird trotzdem, nein gerade deshalb gewählt. Wozu braucht es also noch ein Buch das ihre Demokratiefeindschaft nachweisen kann?
Anfang diesen Jahres erschienen zwei Bücher, die sich aus sehr persönlichen Blickwinkeln mit dem extrem rechten Anschlag von Hanau befassen. Çetin Gültekin und Said Etris Hashemi haben am 19. Februar 2020 ihre Brüder verloren: Gökhan Gültekin und Said Nesar Hashemi. Die Autoren beschreiben die Leben ihrer Brüder und setzen sich mit rechtem Terror und dessen Aufarbeitung auseinander.
Kultur- und Bildungseinrichtungen stehen zunehmend unter Druck. Eine aktuelle Veröffentlichung der MBR widmet sich dem Umgang mit dem Kulturkampf von rechts in Bibliotheken. Neben Analysen zu extrem rechten Netzwerken und deren Kampfbegriffen liefern die Autor*innen wichtige Tipps für die Praxis.
Ein Sammelband würdigt die jahrzehntelange Arbeit des von uns sehr geschätzten Kollegen Volkmar Wölk anlässlich dessen 70. Geburtstages. Die Bandbreite der behandelten Themen, die sowohl neuere als auch zeithistorische Aspekte der extremen Rechten berücksichtigen, macht den nachdrücklichen Wert der Publikation für interessierte Leser*innen aus.
Seit nunmehr vier Jahren wird Brasilien vom extrem rechten Präsidenten Jair Messias Bolsonaro regiert, der im Oktober auf seine Wiederwahl hofft. Wie katastrophal dessen Bilanz ausfällt, beschreibt die Veröffentlichung von Niklas Franzen.
Die Journalistinnen Julia Cruschwitz und Carolin Haentjes zeigen in ihrem Buch eindrücklich das Ausmaß von Beziehungstötungen in Deutschland auf. Dabei handelt es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem, zu dessen Lösung sie mehr politischen Willen einfordern.