Nicht ernst genommen – Teil 1 Betroffene und Fachexpert*innen
Seit Februar 2022 tagte der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Berliner Neukölln-Komplex. Das apabiz hat den Untersuchungsausschuss beobachtet. Der dreiteilige Bericht geht ausführlich auf die Befragungen der Zeug*innen ein.
Gegenstand des Untersuchungsausschusses ist die seit mehr als 15 Jahren[1] andauernde Serie rechter Anschläge in Neukölln. Dazu zählen neben verschiedenen Einschüchterungsversuchen politischer Gegner*innen auch mindestens 27 Brandanschläge. Die Morde an Burak Bektaş im April 2012 und Luke Holland im September 2015 werden ebenfalls zum Neukölln-Komplex hinzu gerechnet. […]
Die Befragungen zeigen deutlich, dass sich die Betroffenen von den Ermittlungsbehörden vielfach nicht ernst genommen fühlten. Teilweise wurde ihnen zudem der Eindruck vermittelt, ihr zivilgesellschaftliches oder politisches Engagement habe zu den Angriffen beigetragen und sie trügen damit eine Mitschuld. Dieses Erleben verstärkte das Gefühl mangelnder Unterstützung und Anerkennung durch staatliche Stellen. […]
Lest jetzt den ersten Teil unserer Serie zum Parlementarischen Untersuchungsausschuss zum Berliner Neukölln-Komplex auf unserem Blog Berlin rechtsaußen.
