Foto: Barbara Dietl/dietlb.de

Die Rubrik »Vertriebene«

Der Bestand an Primärquellen des apabiz

Nachdem in der letzten Ausgabe des monitor die Presseauswertung vorgestellt wurde, wollen wir diesmal auf das andere Standbein unseres Archivs eingehen, die Primärquellen aus der extremen Rechten. Gesammelt wird prinzipiell alles, was die Rechte produziert: Vom Aufkleber über Flugblätter und Plakate, Broschüren und Bücher, offene und interne Briefe, Periodika, Rundschreiben und Programme bis hin zu Internet-Seiten, Videos und CDs. Diese Sammlung geht zurück bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts; der deutliche Schwerpunkt liegt jedoch auf der Zeit von den 80er Jahren bis heute. Die enthaltenen Primärquellen sind in Rubriken unterteilt, in einer Datenbank erfasst und zum Teil qualitativ ausgewertet.

Eine Rubrik ist z.B. der Bereich »Revanchisten/Vertriebenenverbände«, in dem sich seit 1945 die konservative und die extreme Rechte überschneiden. Beide sahen und sehen in der Diskusssion um die »ostdeutschen Gebiete« und das »Offenhalten der Vertriebenenfrage« ein zentrales politisches Identifikationsthema, das auch heute noch einige Brisanz besitzt, wie die Diskussion um die Preußische Treuhand zeigt (siehe monitor Nr.16).

Unser Bestand in dieser Rubrik umfasst insgesamt über 3250 Dokumente. Einen wesentlichen Teil davon machen über 115 Periodika aus, die über die Jahrzehnte von verschiedenen Landsmannschaften und Vertriebenenverbänden publiziert wurden. Darunter auch die wichtigsten Zeitschriften dieses Spektrums: die PREUßISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG (früher: DAS OSTPREUßENBLATT), DER SCHLESIER und der Rundbrief des einflussreichen WITIKO-BUNDES, der WITIKO-BRIEF.