Faschismustheorien

In der Faschismustheorie geht es um die Beschreibung und Erklärung von Faschismus als politischer Ideologie, Bewegung, Herrschafts- und Praxisform in der globalen kapitalistischen Moderne. Faschismustheorie liefert keine direkte Anleitung für antifaschistische Strategie, aber ganz ohne theoretische Orientierung ist antifaschistische Strategiebildung wiederum auch nicht zu haben. Nur eins von vielen Problemen dabei ist, dass die Bezeichnung „Faschismus“ innerhalb und außerhalb der politischen Linken häufig als reiner Kampfbegriff verwendet und dadurch entwertet wurde und wird. Die Veranstaltung soll versuchen, zumindest ein bisschen Klarheit in die begriffliche Verwirrung zu bringen. Im Mittelpunkt stehen erstens marxistische Faschismustheorien, zweitens sozialpsychologische und psychoanalytische Erklärungsversuche, und drittens neuere Ansätze mit vorwiegend ideengeschichtlicher und ideologiekritischer Herangehensweise, die seit einigen Jahrzehnten Konjunktur in der Fachwelt haben und in der deutschen Linken noch nicht so stark wahrgenommen werden. Eine Rolle spielt selbstverständlich auch immer die Frage, was uns die unterschiedlichen Theorien für die heutige Auseinandersetzung mit extrem rechten Erscheinungen zu sagen haben. Bei Bedarf kann die Schwerpunktsetzung gern auch verändert oder ergänzt werden.

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