Schattenbericht. Berliner Zustände 2010 erschienen

Zum fünften Mal, und dies ist ein kleines Jubiläum, analysieren Berliner Projekte, Initiativen und WissenschaftlerInnen die „Berliner Zustände“ und geben damit einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Mit dem Schattenbericht möchten wir eine Alternative zu staatlichen und medialen Sichtweisen bieten und die aus unserer Sicht wesentlichen Entwicklungen und Tendenzen in Berlin in den Blick nehmen.

Das erscheint uns um so wichtiger angesichts einer „Extremismus-Debatte“, die hart erkämpfte Standards in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus gefährdet und Demokratie fördernden Projekten einen Maulkorb anlegen will. Wie sich diese Debatte auf die konkrete Demokratiearbeit von Trägern und Initiativen auswirkt, beschreibt der Beauftragte für Integration und Migration des Berliner Senats, Günter Piening, in seinem Vorwort.

„Extremismusklausel“, Sarrazin, NPD-DVU-Fusion, „Abendland in Christenhand“, „Berlins geheime Nazi-Nester“, Pro Deutschland, Nazi-Angriffe auf linke Einrichtungen in Kreuzberg und Neukölln, antimuslimischer Rassismus, „Marsch für das Leben“ – diese Schlagwörter haben die öffentlichen Diskurse und die Arbeit der Initiativen und Projekte im vergangenen Jahr geprägt. Ihnen widmen sich die insgesamt neun Artikel.

Für die „Berliner Zustände 2009“ haben die Herausgeber/innen den Alternativen Medienpreis 2010 verliehen bekommen. Dieser Preis und das positive Feedback der letzten Jahre machen deutlich, wie wichtig eine kontinuierliche Analyse der „Zustände“ für eine qualitative Weiterentwicklung der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus ist.

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