Berliner Zustände 2009, ein Schattenbericht über Rechtsextremismus und Rassismus, erscheint zum vierten Mal.

Bereits zum vierten Mal gibt das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum (apabiz) gemeinsam mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) die „Berliner Zustände“ heraus. In der diesjährigen Ausgabe beleuchten sechs Berliner Projekte und Autor/innen rechtsextreme, antimuslimische und andere rassistische Phänomene in Berlin, die eine kontinuierliche gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung notwendig machen.

Mit dem jährlich erscheinenden Schattenbericht geben die beteiligten Berliner Projekte Einblicke in die wesentlichen Aspekte und Diskurse ihrer Arbeit und analysieren, alternativ zu staatlichen und medialen Perspektiven, relevante Entwicklungen und Tendenzen des vergangenen Jahres. Damit soll einen Beitrag zu einer kontinuierlichen qualitativen Weiterentwicklung zivilgesellschaftlicher und lokaler Handlungsstrategien geleistet werden.

Trotz der strukturellen und inhaltlichen Schwäche der extremen Rechten in Berlin waren im Jahr 2009 erneut eine Vielzahl gewalttätiger Aktionen zu beobachten. Darüber hinaus ist deutlich geworden, welche wesentlichen Funktionen personelle Zusammenschlüsse – wie die durch den Berliner Senat verbotene Kameradschaft „Frontbann 24“ – und rechtsextreme Szenetreffpunkte wie die Kneipe „Zum Henker“ für eine zunehmende Dynamik von Anfeindungen und Bedrohungen politischer Gegner/innen durch rechtsextreme Aktivist/innen haben.

Mit der diesjährigen Schwerpunktsetzung auf das Phänomen des antimuslimischen Rassismus, das häufig auch als „Islamophobie“ bezeichnet wird, möchten wir einen Beitrag zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema leisten. Trotz der offensichtlichen Bedeutung dieses Phänomens für die „Migrations- Hauptstadt“ Berlin gibt es hierzu nach wie vor nur wenige Expertisen aus den Projekten und Initiativen. Im Alltag der beratenden und dokumentierenden Initiativen in Berlin zeigt sich die Bedeutung des antimuslimischen Rassismus vor allem in Form öffentlicher rassistischer Diskurse, in Diskriminierungen und Angriffen, aber auch in immer konkreteren Politikangeboten für Islamfeinde jeglicher Couleur.

Weitere Artikel beschreiben wesentliche Ereignisse, die die Arbeit und das Engagement von Initiativen und Projekten im Jahr 2009 geprägt haben: die Krise des Berliner Landesverbandes der NPD, der „Bordsteinkick-Prozess“ nach einem schweren rechtsextremen Angriff am S-Bahnhof Frankfurter Allee im Juli 2009 und die nach wie vor hohen Zahlen rassistischer Angriffe und Bedrohungen in Berlin.

Der Schattenbericht 2009 steht als PDF-Datei (4,0 MB) zum Herunterladen zur Verfügung unter: ->hier

Eine Kurzzusammenfassung der Inhalte finden sie in unserem Handout ->hier.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
das apabiz (Ulli Jentsch, Eike Sanders, mail@apabiz.de, Tel.: 030-6116249) oder die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr) (Annika Eckel, annika.eckel@mbr-berlin.de, Tel.: 030-240 45 432)

Hinweis für Pressevertreter/innen: Es besteht die Möglichkeit, kostenfreie Presseexemplare des Berichtes zu erhalten.


Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)

Chausseestraße 29 | 10115 Berlin
Tel: 030/ 240 45 432 | Fax: 030/ 240 45 319
annika.eckel@mbr-berlin.de | www.mbr-berlin.de

Die MBR ist ein Projekt des Vereins für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK)


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