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18.09.2006
Ergebnisse für rechtsextreme Parteien bei der Wahl zum Berliner
Abgeordnetenhaus 2006 sowie zu den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV)
2006
Zusammengestellt vom apabiz
1. Abgeordnetenhauswahlen:
Zweitstimmenanteil der rechtsextremen Parteien
NPD: 2,6%
REP: 0,9%
Offensive D: 0,1%
2. Wahlen zu den BVVen [1]:
| Wahlbezirk |
NPD |
REP |
BVV-Status |
BVV-Abgeordnete |
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| Mitte |
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2,4 |
/ |
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| Friedrichshain-Kreuzberg |
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1,6 |
/ |
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| Pankow |
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3,1 |
1 Abg. |
Michael Rauschenbach |
| Spandau |
|
2,3 |
/ |
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| Steglitz-Zehlendorf |
|
1,5 |
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| Tempelhof-Schöneberg |
2,1 |
|
/ |
|
| Neukölln |
3,9 |
|
2 |
Thomas Vierk |
| |
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Jan Sturm |
| Treptow-Köpenick |
5,3 |
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3 Abg. (Fraktion) |
Udo Voigt |
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Eckart Bräuniger |
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Fritz Liebenow |
| Marzahn-Hellersdorf |
6,4 |
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3 Abg. (Fraktion) |
Wolfgang Chieduch |
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Karl-Heinz Burkhardt |
| |
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Matthias Wichmann |
| Reinickendorf |
|
2,5 |
/ |
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| Lichtenberg |
6,0 |
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3 Abg. (Fraktion) |
Manuela Tönhardt |
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Jörg Hähnel |
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Torsten Meyer |
Bräuniger, Eckart
NPD-Landesvorsitzender Berlin, Jg. 1971, kaufmännischer Angestellter
Zur Einschätzung der Person Bräuniger: „In der Berliner
NPD sind wichtige Funktionäre durch ihre Gewaltbereitschaft in Erscheinung
getreten. Allen voran der aktuelle Vorsitzende Eckart Bräuniger,
der seit Jahren als Aktivist in der neonazistischen Szene aufgefallen
ist. Er war Söldner im Kroatien-Krieg und noch 2004 wurde er bei
einer neonazistischen Wehrsportübung in Brandenburg verhaftet. Selbst
die öffentlichen Vorwürfe, er sei ein »gewaltbereiter
Führungsaktivist«, möchte Bräuniger nicht dementieren.[2]
Der Berliner Landesverband der NPD macht daher auch nicht den Eindruck
von braver Bürgerlichkeit und Nähe zum Wähler – eine
Strategie, die der NPD in anderen Bundesländern immerhin zu großen
Erfolgen verholfen hatte. Der Grund: Die militante Nazi-Szene der Stadt
hat sich im Laufe mehrerer Jahre fast vollständig in der Berliner
NPD versammelt.“[3]
Burkhardt, Karl-Heinz
DVU. Jg. 1939, Rentner. Beisitzer im Landesvorstand Berlin der DVU
Platz 10 der NPD-Landesliste
Hähnel, Jörg
NPD. Jg. 1975, Student. Stellvertretender Landesvorsitzender. Vorsitzender
des Kreisverbandes Pankow.
In Berlin ist Hähnel neben der NPD auch in der Kameradschaft Vereinigte
Nationalisten Nordost (VNNO) organisiert und gilt als entscheidende Schlüsselfigur
zwischen Kameradschaftsszene und NPD.
2002 legt Hähnel aus persönlichen Gründen sein Mandat in
der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt/Oder nieder. Da keine Ersatzperson
vorhanden ist, bleibt der Sitz vakant.
[Quelle: Öffentliche Bekanntmachung des Kreiswahlleiterd der Stadt
Frankfurt (Oder). http://194.76.233.16/stadt/stverord/stv2k3/abl2k3/pdf/amtsblatt02_03.pdf]
Liebenow, Fritz
NPD, Vorsitzender der NRPD in Gründung. Jg. 1949, Stadtführer.
Monarchist.
Zu Liebenows Ansichten siehe vor allem:
http://www.berliner-kandidaten.de/index.php?id=9&no_cache=1&uid=435&back=10&no_cache=1
Zitat: „ Frage: Mit welchen Maßnahmen wollen Sie bürgerschaftliches
Engagement stärken? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Antwort
von Fritz Liebenow am 01.09.2006: Nationalstolz, Ehre und Vaterland Pro
Gloria et Patria und Gott befohlen“
Zu seiner Neuen Reformpartei Deutschlands siehe: http://www.nrpd.de/4466.html
Zitat:
Wir sind für die Wiederherstellung der Monarchie.
Das Haus der Hohenzollern stellt den König von Preußen und
deutschen Kaiser.
Thronfolger wäre jetzt Georg Friedrich von Hohenzollern Prinz von
Preußen.
Meyer, Torsten
DVU. Jg. 1956. Versicherungsvertreter. Stellvertretender Landesvorsitzender.
Platz 6 der NPD-Landesliste
Rauschenbach, Michael
REP. Jg. 1966, Schachtmeister.
Sturm, Jan
NPD. Jg. 1965. KfZ-Mechaniker.
Ehemaliges Mitglied eines Motorradclubs in Neukölln, den 44ern. Der
MC hat sich nach Bekanntwerden der politischen Tätigkeit Sturms auf
der MC-eigenen Homepage glaubhaft von ihrem Mitglied distanziert und ihm
die Mitgliedschaft gekündigt. Sturm war Teilnehmer einer der Demos
in Heinersdorf gegen den Moscheebau. Ein Foto von Sturm wurde in den Biker-News
veröffentlicht.
[Quelle: http://44er-berlin.de]
Tönhardt, Manuela
DVU. Jg. 1952. Mitarbeiterin der DVU im Brandenburger Landtag. Ehefrau
des DVU-Landesvorsitzenden Dietmar T.
Ausführliche Selbstdarstellung unter:
http://berlin.npd.de/index.php?sek=0&pfad_id=12&cmsint_id=1&detail=55
Zitat: "Wie kann es sein, daß Deutsche, die ihr ganzes Leben
gearbeitet
und Beiträge eingezahlt haben, jetzt in der Massen-Erwerbslosigkeit
am
Rande der Existenz leben müssen? Ist es hinnehmbar, daß Menschen,
die
nicht einen Pfennig in unsere sozialen Systeme eingezahlt haben, unter
Vorspiegelung falscher Tatsachen unser Land überschwemmen, aus unseren
Kassen das uns zustehende Geld ergaunern und nicht wenige zum Dank für
unsere Großzügigkeit kriminelle Handlungen begehen?"
Vierk, Thomas
NPD. Jg. 1973. Arbeitsloser Maurer. War kurzzeitig Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes
Neukölln
Zitat: "Als noch recht frische NPD-Mitglieder setzten sich zwei junge
Männer an einen Tisch und zerbrachen sich die Köpfe, wie man
in einem
Bezirk wie Neukölln einen eigenen Kreisverband auf die Beine stellt.
Wir fingen an Stammtischabende in Rixdorf abzuhalten, um wenigstens die
Neuköllner erstmal zusammenzufassen, Das Lokal war von uns so gewählt
worden das keiner, der dorthin kan, überhaupt noch das Gefühl
hätte er
wäre noch in Deutschland. Kopftücher und bärtige Gestalten
prägen hier
das Straßenbild."
[Vierk zur Gründung des KV Neukölln, eingesehen am 02.11.2005]
Platz 7 der NPD-Landesliste
Voigt, Udo
NPD-Bundesvorsitzender. Jg. 1952. Leitender Angestellter
Zu Voigt siehe u.a. T. Staud: Moderne Nazis.
Wichmann, Matthias
NPD. Jg. 1973. Maurer.
Zuletzt Direktkandidat der NPD in Marzahn-Hellerdorf
Platz 14 der NPD-Landesliste
Anmerkungen:
[1] Alle Angaben laut Landeswahlleiter Berlin, eingesehen am 18.09.2006
[2] „Gefahr“ im Verzug. Interview mit E. Bräuniger in:
Deutsche Stimme, 01/2006
[3] MBR (Hrsg.): „Wir haben die Wahl!“. Empfehlungen zum Umgang
mit rechtsextremen Organisationen im Wahlkampf. Berlin 2006. S. 7.
© apabiz 2006
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