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Vortrag zu Brandenburg schon 20 Mal gehalten

Rechtsextremismus im Land Brandenburg

Brandenburg gehört zu den Bundesländern mit den meisten rechtsextrem motivierten Gewalttaten in Deutschland. Trotz des medienwirksam aufbereiteten Vorgehens von Polizei und Justiz gegen die Szene floriert der rechte Lifestyle.
Die NPD baut ihre Strukturen kontinuierlich aus, militante Neonazi-Kameradschaften treiben in zahlreichen Ortschaften ihr Unwesen und unter vielen Jugendlichen ist Rechtsrock akzeptierter Bestandteil der CD-Sammlungen. Die DVU schließlich trägt dumpfe Stammtischparolen bis in den Landtag, wo sie vertreten ist.
Der Vortrag »Rechtsextremismus in Brandenburg« aus dem Bildungsprogramm des apabiz bietet Reflexionen darüber, wo Rechtsextremismus anfängt, wie er sich in Brandenburg äußert sowie Fakten über den Grad rechtsextremer Organisation und der Verbreitung rechter Ideen in der Bevölkerung. Ein Schwerpunkt ist die Vorstellung rechter Strategien anhand jeweils aktueller Beispiele. Innerhalb von rund zweieinhalb Jahren wurde der Vortrag schon etwa 20 mal im gesamten Land Brandenburg gehalten und stetig erweitert. Die ReferentInnen sind Mitarbeiter Innen des apabiz.

Quelle: monitor Nr. 33

 

Unser Vortrag "Der Nazis neue Kleider"

Wo sind all die Skinheads hin?

Bereits zu den Klassikern unseres Bildungsangebotes zählt die Veranstaltung "Der Nazis neue Kleider". Alleine im vergangenen Jahr wurde der Vortrag über 25 mal in ganz Deutschland gehalten und auch für dieses Jahr stehen bereits einige Termine fest.

Inhaltlich dreht sich der Vortrag vor allem um die Frage, warum nicht mehr alle Neonazis als Skinheads rumlaufen, sondern in verschiedenen Jugendkulturen verankert sind, die lange keine Schnittmengen mit der Neonaziszene hatten. Zur Beantwortung dieser Frage werden verschiedene Themengebiete analysiert und erörtert. So spielt die Wandlung der Neonazis von der Szene zur Jugendbewegung eine wichtige Rolle und vor allem die damit verbundene Öffnung für verschiedene Jugendkulturen wird anhand einiger Beispiele plastisch dargelegt.

Darüber hinaus werden die Nutzung und Besetzung linker Symbole durch Neonazis und das veränderte Erscheinungsbild von rechten Frauen thematisiert. Als Fazit regt der Vortrag eine Blickschärfung gerade im Bereich der Jugendkulturen an und bietet Lösungsansätze für effektive Gegenstrategien an.

Quelle: monitor Nr. 19

 

Burschenschaften und Studentenverbindungen

Neue Handreichung erschienen

Neben Neonazis und militanten Rechtsextremisten beschäftigt sich das apabiz mit der Braunzone und anderen Rechten, wie bspw. auch Burschenschaften und Studentenverbindungen. Zu diesem Thema bieten wir einerseits unsere Veranstaltungen "Burschenschaften – ein Hort des autoritären Charakters" an, die sich in unserem ReferentInnenkatalog findet (www.apabiz.de) und als Abendveranstaltung oder Kurzseminar abgehalten werden kann.

Zum anderen haben wir nun auch eine Handreichung zum Thema veröffentlicht, die auf sechs Seiten über das Thema informiert. In kompakter Form werden Formen rechter studentischer Organisierung beschrieben und deren ideologische Hintergründe sowie historische Bezüge näher beleuchtet. Ein Glossar und eine kommentierte Literaturliste runden die Publikation ab. Gerade für Neueinsteiger bietet die Handreichung damit einen gute Einstieg und vermittelt durch die zahlreichen Fotos ein plastisches Bild vom Thema.

Die Handreichung kann bei uns bestellt oder abgeholt oder von unserer Web-Seite im pdf-Format heruntergeladen werden. Weitere Handreichungen sind u.a. zu den Themen Schreiben, Recherche und Finanzen erschienen.

Quelle: monitor Nr. 18

 

Die Veranstaltung "Bunt & Braun" des apabiz

Neonazis jetzt Friedensengel?

Entstanden ist unsere Veranstaltung "Bunt & braun" aufgrund der zahlreichen Anfragen zu Beginn des Jahres 2003. Damals gab es im Schatten des drohenden Irak-Krieges eine breite Antikriegsbewegung, in der auch Neonazis aktiv wurden. AntifaschistInnen waren oft machtlos, da viele der Veranstalter der Demonstrationen "einfach jeden im Boot haben" wollten. Der Vortrag sensibilisiert die Teilnehmenden für die Themen Antikriegs- und Antiglobalisierungs-Agitation von rechts. Unsere Arbeitsthese hierbei ist, dass sich nicht die Inhalte der extremen Rechten verändert haben, sondern deren Auftreten.

Kern von "Bunt & braun" ist die Sichtbarmachung von Schnittstellen zwischen linken und rechten Inhalten, wie beispielsweise bei der Kritik an der Globalisierung. Während eine linke Kritik mit einem internationalistischen Blickwinkel die weltweiten Ausbeutungsmechanismen des kapitalistischen Wirtschaftssystems - einschließlich der Auswirkungen für alle Individuen - im Blick hat, hebt die Kritik von rechts auf die Benachteiligung der deutschen Bevölkerung ab; wenn sie völkisch motiviert ist, wird auch die rassistische Karte gespielt. Anhand des Beispiels von attac Frankfurt a. M. zeigen wir auf, dass eine fehlende internationalistische Argumentation, ein plattes Freund-Feind-Schema und eine populistische Symbolik mehr als anziehend auf Rechte wirken.

Nach nun gut eineinhalb Jahren, in denen wir den Vortrag immer wieder veranstaltet haben, können wir eine gute Bilanz ziehen. So haben wir es geschafft, mit großen Verbänden wie z.B. attac in die Diskussion zu treten und dadurch explizit antifaschistische Positionen innerhalb dieser Organisationen zu stärken.

Quelle: monitor Nr. 17

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