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Bildung en detail |
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Ein kleiner Rückblick 2004-2009Jeden dritten Tag unterwegsDie Bildungsarbeit ist und bleibt einer der Schwerpunkte
des apabiz. Den Beginn des neuen Jahrzehnts haben wir zum Anlass genommen,
einmal zu schauen, wie oft die Expertise von ReferentInnen des apabiz
in den letzten fünf Jahren gefragt war.
Neues Angebot für die MultiplikatorInnenExtrem rechte Jugendarbeit in BerlinDas Angebot, mit dem sich extrem rechte und neonazistische
Gruppen an Jugendliche in Berlin richten, ist differenziert. Während
die HEIMATTREUE DEUTSCHE JUGEND (HDJ) bis zu ihrem Verbot Kinder und Jugendliche
ideologisch indoktrinierte und »körperlich ertüchtigte«,
ködert die NPD/JN u. a. mit den »Schulhof-CDs« und will
mittels neonazistischer Schulungen Parteisoldaten heranbilden.
Neuer Vortrag im ProgrammDie Modemarke THOR STEINARIm Jahr 2002 wurde die Modemarke THOR STEINAR der Firma
MEDIATEX GMBH markenrechtlich registriert. Bei Rechtsextremen erfreut
sie sich seitdem großer Beliebtheit. Denn mit teils recht offenkundigen
Anspielungen auf nordische Mythologie, Militarismus/Nationalsozialismus,
deutsche Kolonialzeit sowie Gewalt/Militanz wird gerade dieses Klientel
gezielt bedient, auch wenn der Geschäftsführer UWE MEUSEL stets
bemüht ist, THOR STEINAR als normale Modemarke zu etablieren.
Einschätzungen einer neuen Form des Neonazismus»Autonome Nationalisten«Spätestens seit dem neonazistischen Aufmarsch am
1. Mai 2008 in Hamburg waren die so genannten AUTONOMEN NATIONALISTEN
(AN) bundesweit in aller Munde. Etwa 400 Neonazis beteiligten sich am
»Schwarzen Block« der Neonazis innerhalb des Aufmarsches,
von dem gewalttätige Angriffe auf JournalistInnen, Polizeibeamte
und GegendemonstrantInnen ausgingen. Das Phänomen sei ihm bisher
nur aus den neuen Bundesländern bekannt gewesen, äußerte
sich Hamburgs Polizeipräsident damals.
Vorträge über rechtliche RahmenbedingungenJuristische Handlungsräume kennenWer sich in politische Auseinandersetzungen begibt,
erfährt oftmals eine »Verlagerung« von Konflikten auf
die juristische Ebene. Gerade im Bereich von Versammlungen und Veranstaltungen
erleben wir zahlreiche Eingriffsversuche von Versammlungsbehörden
und Polizei. Um entsprechenden Versuchen vorzugreifen ist ein Grundverständnis
der einschlägigen Rechtslage unerlässlich.
Jahresauswertung 2007 der Bildungsarbeit des apabiz115 mal bundesweit unterwegsAuch im Jahr 2007 waren die ReferentInnen des apabiz mit Vorträgen und Workshops kreuz und quer in der ganzen Republik unterwegs. Insgesamt 115 Veranstaltungen (2006: 128) waren es, ergab unsere Jahresauswertung. 37 Prozent davon fanden in Ostdeutschland statt, 57 Prozent im Westen, der Rest im deutschsprachigen Ausland. Allein 29 Veranstaltungen wurden im Bundesland Hessen gehalten. Inhaltlich waren unsere Dauerbrenner »Das Versteckspiel«
(19 Vorträge) und »Der Nazis neue Kleider« (13 Vorträge)
wieder vorne mit dabei – aber auch Regionalveranstaltungen (»Rechtsextremismus
im Bundesland...«) und unser Bildungsangebot zu rechtem »Antikapitalismus«
waren sehr gefragt. Vortrag zu Brandenburg schon 20 Mal gehaltenRechtsextremismus im Land BrandenburgBrandenburg gehört zu den Bundesländern mit
den meisten rechtsextrem motivierten Gewalttaten in Deutschland. Trotz
des medienwirksam aufbereiteten Vorgehens von Polizei und Justiz gegen
die Szene floriert der rechte Lifestyle. Quelle: monitor Nr. 33
Unser Vortrag "Der Nazis neue Kleider"Wo sind all die Skinheads hin?Bereits zu den Klassikern unseres Bildungsangebotes zählt die Veranstaltung "Der Nazis neue Kleider". Alleine im vergangenen Jahr wurde der Vortrag über 25 mal in ganz Deutschland gehalten und auch für dieses Jahr stehen bereits einige Termine fest. Inhaltlich dreht sich der Vortrag vor allem um die Frage, warum nicht mehr alle Neonazis als Skinheads rumlaufen, sondern in verschiedenen Jugendkulturen verankert sind, die lange keine Schnittmengen mit der Neonaziszene hatten. Zur Beantwortung dieser Frage werden verschiedene Themengebiete analysiert und erörtert. So spielt die Wandlung der Neonazis von der Szene zur Jugendbewegung eine wichtige Rolle und vor allem die damit verbundene Öffnung für verschiedene Jugendkulturen wird anhand einiger Beispiele plastisch dargelegt. Darüber hinaus werden die Nutzung und Besetzung linker Symbole durch Neonazis und das veränderte Erscheinungsbild von rechten Frauen thematisiert. Als Fazit regt der Vortrag eine Blickschärfung gerade im Bereich der Jugendkulturen an und bietet Lösungsansätze für effektive Gegenstrategien an. Quelle: monitor Nr. 19
Burschenschaften und StudentenverbindungenNeue Handreichung erschienenNeben Neonazis und militanten Rechtsextremisten beschäftigt sich das apabiz mit der Braunzone und anderen Rechten, wie bspw. auch Burschenschaften und Studentenverbindungen. Zu diesem Thema bieten wir einerseits unsere Veranstaltungen "Burschenschaften – ein Hort des autoritären Charakters" an, die sich in unserem ReferentInnenkatalog findet (www.apabiz.de) und als Abendveranstaltung oder Kurzseminar abgehalten werden kann. Zum anderen haben wir nun auch eine Handreichung zum Thema veröffentlicht, die auf sechs Seiten über das Thema informiert. In kompakter Form werden Formen rechter studentischer Organisierung beschrieben und deren ideologische Hintergründe sowie historische Bezüge näher beleuchtet. Ein Glossar und eine kommentierte Literaturliste runden die Publikation ab. Gerade für Neueinsteiger bietet die Handreichung damit einen gute Einstieg und vermittelt durch die zahlreichen Fotos ein plastisches Bild vom Thema. Die Handreichung kann bei uns bestellt oder abgeholt oder von unserer Web-Seite im pdf-Format heruntergeladen werden. Weitere Handreichungen sind u.a. zu den Themen Schreiben, Recherche und Finanzen erschienen. Quelle: monitor Nr. 18
Die Veranstaltung "Bunt & Braun" des apabizNeonazis jetzt Friedensengel?Entstanden ist unsere Veranstaltung "Bunt & braun" aufgrund der zahlreichen Anfragen zu Beginn des Jahres 2003. Damals gab es im Schatten des drohenden Irak-Krieges eine breite Antikriegsbewegung, in der auch Neonazis aktiv wurden. AntifaschistInnen waren oft machtlos, da viele der Veranstalter der Demonstrationen "einfach jeden im Boot haben" wollten. Der Vortrag sensibilisiert die Teilnehmenden für die Themen Antikriegs- und Antiglobalisierungs-Agitation von rechts. Unsere Arbeitsthese hierbei ist, dass sich nicht die Inhalte der extremen Rechten verändert haben, sondern deren Auftreten. Kern von "Bunt & braun" ist die Sichtbarmachung von Schnittstellen zwischen linken und rechten Inhalten, wie beispielsweise bei der Kritik an der Globalisierung. Während eine linke Kritik mit einem internationalistischen Blickwinkel die weltweiten Ausbeutungsmechanismen des kapitalistischen Wirtschaftssystems - einschließlich der Auswirkungen für alle Individuen - im Blick hat, hebt die Kritik von rechts auf die Benachteiligung der deutschen Bevölkerung ab; wenn sie völkisch motiviert ist, wird auch die rassistische Karte gespielt. Anhand des Beispiels von attac Frankfurt a. M. zeigen wir auf, dass eine fehlende internationalistische Argumentation, ein plattes Freund-Feind-Schema und eine populistische Symbolik mehr als anziehend auf Rechte wirken. Nach nun gut eineinhalb Jahren, in denen wir den Vortrag immer wieder veranstaltet haben, können wir eine gute Bilanz ziehen. So haben wir es geschafft, mit großen Verbänden wie z.B. attac in die Diskussion zu treten und dadurch explizit antifaschistische Positionen innerhalb dieser Organisationen zu stärken. Quelle: monitor Nr. 17 |
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