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Zentrum gegen Vertreibungen, Abschaffung der Benes-Dekrete, Entschädigungszahlungen - immer wieder werden osteuropäische Staaten, aus denen nach dem Zweiten Weltkrieg Deutsche umgesiedelt wurden, von den "Vertriebenen"-Verbänden mit solchen Forderungen konfrontiert. Angeblich geht es dabei darum, persönlich erfahrenes Leid der deutschen Umgesiedelten anzuerkennen und damit einen Beitrag zur "Versöhnung" zu leisten. Tatsächlich steckt mehr dahinter: Ein Kampf um die Gültigkeit zentraler Bestimmungen des Potsdamer Abkommens, in dem die Umsiedlungen völkerrechtlich verbindlich geregelt wurden - damit aber auch ein Kampf um die europäische Nachkriegsordnung. Dabei stehen die "Vertriebenen"-Verbände nicht allein. Unterstützung für ihr Revisionsanliegen finden sie - in unterschiedlichen strategischen Ausprägungen - in den Regierungsparteien und der konservativ-liberalen Opposition ebenso wie in den deutschen Ministerialbürokratien. An ihrer Seite stehen auch Organisationen, teilweise sogar Regierungen aus verschiedenen europäischen Staaten, die von einer über das Bisherige hinausgehenden Revision der europäischen Nachkriegsordnung profitieren würden. Der Vortrag beleuchtet Organisationsweise und Ideologie der "Vertriebenen"-Verbände, zeigt die politische Reichweite ihrer aktuellen Politik auf und stellt sie in den Zusammenhang der europaweiten Revisionsbewegung. Der Referent ist Mitarbeiter von Argumente Netzwerk antirassistischer Bildung. Der Vortrag kann als Abendveranstaltung mit Folien oder als Kurzseminar gehalten werden. Technik: Overhead-Projektor. |
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