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Das Ziel der studentischen rechtskonservativ gesinnten Corps (eine bestimmte Art der studentischen Korporationen) ist es, eine männliche Elite zu reproduzieren. Und das tun sie seit über 150 Jahren nahezu unabhängig vom Staatssystem mit großem Erfolg. Führende Politiker und wichtige Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft (von Bismarck bis Kanther, von Daimler bis Esser) zählten und zählen zu ihren Mitgliedern. Wie aber funktionieren Reproduktion und die Aufrechterhaltung des beeindruckenden informellen Netzwerkes von konservativ-männlicher Macht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Der Referent ordnet die Corps anhand ihrer Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte politisch ein, schlüsselt die Wirkmechanismen zur Bildung und Reproduktion des elitären Netzwerkes anhand der männerbündischen Rituale auf und entzaubert so ein Stück geheimer und höchst politischer Männerbündelei jenseits von Demokratie und Frauenemanzipation. Ausweitung des Themas auf die aktuelle Elitediskussion möglich. Der Referent promovierte über die Corps an der Universität Marburg (Studium: Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte), darüber hinaus war er selbst Mitglied einer Korporation. Der Vortrag kann nach Absprache als Abendveranstaltung, Seminar oder Workshop gehalten werden. |
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