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Die Deutsche Burschenschaft, ein Dachverband von etwa 120 Burschenschaften aus Deutschland und Österreich, ist völkisch orientiert: Als 'deutsch' gilt ihr nicht, wer einen deutschen Pass besitzt, sondern nur, wer deutsche Vorfahren hat. Diese Definition hat Folgen. MigrantInnen können nach völkischer Vorstellung nicht Deutsche werden; sie sind daher - von eventuellen Ausnahmen abgesehen - nach burschenschaftlicher Auffassung in Deutschland höchstens als kurzzeitige Gäste willkommen. Dagegen zählen Burschenschafter zahlreiche BürgerInnen Polens, Tschechiens, Belgiens und anderer europäischer Staaten, deren Vorfahren einst aus Deutschland kamen, zum 'deutschen Volk'. Wie die angestrebte Einheit des gesamten 'deutschen Volkes' herzustellen sei - darüber gibt es Streit innerhalb der Deutschen Burschenschaft. Einer ihrer Flügel (er steht den Unionsparteien nahe) favorisiert eine informelle 'Wiedervereinigung' mit den ehemaligen deutschen Ostgebieten im Rahmen eines geeinten Europa. Ein anderer Flügel hat die Hoffnung auf die auch formale Annexion Österreichs und diverser Gebiete der Nachbarstaaten nicht aufgegeben. Dieser Flügel der Deutschen Burschenschaft, der gegenwärtig den Dachverband dominiert, ist Teil der radikalen Rechten in Deutschland Der Referent ist Mitarbeiter von Argumente – Netzwerk antirassistischer Bildung. Der Vortrag kann als Abendveranstaltung mit Folien oder als Kurzseminar gehalten werden. Technik: Overhead-Projektor.
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