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R.2.2.

Die extreme Rechte

im Land Nordrhein-Westfalen

 

"Helden für Deutschland"? - Neonazismus zwischen Terror, Wahlen und Eventkultur

 

Der multimediale Vortrag des Antirassistischen Bildungsforum Rheinland beschreibt die Entwicklung des Neonazismus in Deutschland. In einem zweiten Teil beleuchtet er die neonazistischen Strukturen in NRW und versucht hierbei auch einen Einblick in die neonazistische Szene in der jeweiligen NRW-Region zu geben:

Auf der Ladefläche des Kleinlasters stehen drei Musiker, der Sänger brüllt ins Mikro: "Man hat unsere Väter verraten, sie als Verbrecher entstellt, doch sie sind schließlich Soldaten - die besten Soldaten der Welt." Das Publikum klatscht angesichts der Verherrlichung von Wehrmacht und Waffen-SS kräftig Beifall. Es handelt sich hier aber nicht etwa um ein Konzert, sondern um die Abschlusskundgebung eines neonazistischen Aufmarsches gegen die Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht.Auf der Bühne steht eine Band aus dem Ruhrgebiet.

Das Bild des Neonazismus hat sich verändert, die Kleinstparteien der 90er Jahre gibt es nicht mehr. Neonazistische Basisgruppen, so genannte "Freie Kameradschaften", bundesweit vernetzt, schaffen es, ihre "Mitglieder" viel stärker zu binden als die bisherigen Parteien. Und noch etwas hat sich geändert: Mittels Musik mit rassistischen, zu Mord und Totschlag aufrufenden Texten werden heute Jugendliche gezielter angesprochen und an das Netzwerk des militanten Neonazismus heran geführt. Der Neonazismus erscheint als eine Art Eventkultur, der aus ihm resultierende Terror wird dabei oft übersehen...

Die ReferentInnen sind MitarbeiterInnen des Antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

Technik: nach Absprache.

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