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J.1

Unheilige Allianz
Rechter Black Metal zwischen Heidentum und Neonazismus

 

Black Metal gilt als ein Stil der Extreme. War die Musikform in den 80er-Jahren noch vornehmlich auf Schock und Provokation ausgerichtet, stellten deren Protagonisten im Zuge der Renaissance des Black Metals in den 90er-Jahren ihre propagierte Militanz mit Anschlägen auf Kirchen und Menschen unter Beweis.

Heute bewegt sich ein nicht unbedeutender Teil der Szene zwischen Satanismus, Heidentum und der offenen Glorifizierung des Nationalsozialismus. Angetrieben von einem übersteigerten Verlangen nach Authentizität stoßen die Anhänger des so genannten NS-Black-Metals auf der Suche nach den Wurzeln der "arischen Herrenrasse" auf das germanische Heidentum. Dabei werden vermeintliche Naturgesetze zu Richtlinien für eine Gesellschaftsordnung erklärt. Nationalsozialistische Rassenpolitik samt Eugenik und Euthanasie werden als adäquate Mittel gesehen, um die "natürliche Ordnung", in der das Recht des Stärkeren die zentrale Rolle spielt, durchzusetzen.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe neonazistischer Black Metal-Bands, -Vertriebe und -Labels, die schon fester Bestandteil der rechten Szene geworden sind. Der Referent wird in der Veranstaltung Entwicklungslinien, Ideologie und Strukturen der NS-Black-Metal-Szene nachzeichnen und eine Einschätzung ihrer Bedeutung versuchen.

Der Referent ist Mitarbeiter des Antirassistischen Bildungsforum Rheinland und Mitautor des Buches Unheilige Allianz. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus, das Ende 2005 in der Reihe antifaschistischer Texte im Unrast-Verlag erscheinen wird.

Die Veranstaltung ist als Abendveranstaltung konzipiert.

Technik: Overhead, CD-Player, Videorecorder mit Beamer oder TV

Hinweis: Die Veranstaltung "Rosen auf den Weg gestreut" – Kritik an der akzeptierenden Sozialarbeit mit rechten Jugendcliquen (bisher J.1) wird von den ReferentInnen nicht mehr angeboten und fällt daher weg.

 

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