Wenn aus Erinnerung Geschichte wird

Gedenken an den Nationalsozialismus am „Ende der Zeitzeugenschaft“

Die Chance, einem Menschen zu begegnen, der ein Konzentrations­lager überlebt hat, der sich retten konnte oder im Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv war, wird immer geringer. Im Vortrag wird es darum gehen, welche Rolle Zeitzeug_innen in Bezug auf das Wissen über den nationalsozialistischen Massenmord spielen, aber auch, wie sie die Erinnerung an den Nationalsozialismus prägen. Dabei ist zu bedenken, dass auch Täter_innen, Zuschauer_innen und Profiteur_innen zu Zeitzeug_innen geworden sind. Zur Diskussion stehen folgende Überlegungen: Was bedeutet es, wenn sie nicht mehr selbst von ihren Erlebnissen berichten, wenn ihnen keine Fragen mehr gestellt werden können? Wie kann eine historische Auseinandersetzung, ein geschichtspolitischer Umgang und eine Gedenkstättenpädagogik am „Ende der Zeitzeugenschaft“ gestaltet werden?

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