„Ich habe nichts gemacht, ich war nur in der Küche“

Geschlechterverhältnisse im NSU

Mit der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 begann auch eine Diskussion über die Rolle von Beate Zschäpe und anderer neonazistischer Frauen im Netzwerk des NSU. Von den einen als „die Irre mit dem Schlafzimmerblick“ betitelt, von anderen lange Zeit als „naive Unschuld vom Lande“ gehandelt, erlebten sexistische und verharmlosende Bilder extrem rechter Frauen eine Wiederbelebung in den Berichten fast aller Medien. Zugleich bedienen Beate Zschäpe und andere Neonazizeuginnen vor dem Oberlandesgericht München in ihren Aussagen eben jene stereotypen Bilder der angeblich unpolitischen „Heimchen am Herd“, um von eigenem Wissen und ihrer Beteiligung an den Taten des NSU abzulenken.
In der Veranstaltung werden vergeschlechtlichte Aspekte in Berichterstattung und Selbstinszenierung extrem rechter Frauen im Kontext NSU beleuchtet und diskutiert, inwieweit Fremd- und Selbstinzenierung der Frauen in Widerspruch stehen zur tatsächlichen Einbindung von Frauen in die militante Rechte.

Anfrage für diese Veranstaltung

Kontakt
Anfrage