Bedrohliche Allianzen

Rassistische Mobilisierungen und Gewalt gegen Geflüchtete und die Rolle von Politik und Medien

Seit 2014 finden bundesweit regelmäßig, teils mehrfach wöchentlich rassistische Aufmärsche und Kundgebungen unter dem Motto „Nein zum Heim“ statt. Anlass ist meist die tatsächliche oder auch nur geplante Errichtung einer Unterkunft für Geflüchtete. In der Regel sind die Proteste aber von einem ganz offenen und grundlegenden Rassismus geprägt. Zudem hat sich parallel dazu mit PEGIDA eine Protestform entwickelt, die nicht nur nach Dresden Tausende von Menschen mobilisierte, sondern die sich zudem auf zahlreiche Städte ausgeweitet und auch dort zum Teil dauerhaft etabliert hat. Doch es bleibt nicht bei diesen teils sehr bedrohlichen Straßenprotesten. Parallel dazu haben rassistisch motivierte Bedrohungen, körperliche Angriffe, Sachbeschädigungen und Brandanschläge in drastischem Maße zugenommen. Berlin ist dabei nur ein Ort eines besorgniserregenden, bundesweiten Trends. Nicht immer sind es organisierte Neonazis,  sondern teils auch bisher unauffällige rassistische Bürger_innen, die sich an den Protesten beteiligen oder auch für die Taten verantwortlich sind.

In dieser Veranstaltung soll ausgehend von der Situation in  Berlin eine gesamtgesellschaftliche Analyse erarbeitet und den Fragen nachgegangen werden: Wer sind die verschiedenen Akteure? Was wollen sie? Wie sind sie einzuschätzen und wie ist ihnen  entgegenzutreten? Welche Rolle und Verantwortung haben Politiker_innen und Medien?
Inwiefern verschärfen Äußerungen, Berichterstattungen und konkrete
politische Handlungen die rassistische Stimmung?

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