|
25.08.2010
 Berliner
Zustände 2009, ein Schattenbericht über Rechtsextremismus und
Rassismus, erscheint zum vierten Mal.
Bereits zum vierten Mal gibt das Antifaschistische Pressearchiv und
Bildungszentrum (apabiz) gemeinsam mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus
Berlin (MBR) die „Berliner Zustände“ heraus. In der diesjährigen
Ausgabe beleuchten sechs Berliner Projekte und Autor/innen
rechtsextreme, antimuslimische und andere rassistische Phänomene
in Berlin, die eine kontinuierliche gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung
notwendig machen.
Mit dem jährlich erscheinenden Schattenbericht geben die beteiligten
Berliner Projekte Einblicke in die wesentlichen Aspekte und Diskurse ihrer
Arbeit und analysieren, alternativ zu staatlichen und medialen Perspektiven,
relevante Entwicklungen und Tendenzen des vergangenen Jahres. Damit soll
einen Beitrag zu einer kontinuierlichen qualitativen Weiterentwicklung
zivilgesellschaftlicher und lokaler Handlungsstrategien geleistet werden.
Trotz der strukturellen und inhaltlichen Schwäche der extremen Rechten
in Berlin waren im Jahr 2009 erneut eine Vielzahl gewalttätiger Aktionen
zu beobachten. Darüber hinaus ist deutlich geworden, welche wesentlichen
Funktionen personelle Zusammenschlüsse – wie die durch den
Berliner Senat verbotene Kameradschaft „Frontbann 24“ –
und rechtsextreme Szenetreffpunkte wie die Kneipe „Zum Henker“
für eine zunehmende Dynamik von Anfeindungen und Bedrohungen politischer
Gegner/innen durch rechtsextreme Aktivist/innen haben.
Mit der diesjährigen Schwerpunktsetzung auf das Phänomen des
antimuslimischen Rassismus, das häufig auch als „Islamophobie“
bezeichnet wird, möchten wir einen Beitrag zu einer differenzierten
Auseinandersetzung mit dem Thema leisten. Trotz der offensichtlichen Bedeutung
dieses Phänomens für die „Migrations- Hauptstadt“
Berlin gibt es hierzu nach wie vor nur wenige Expertisen aus den Projekten
und Initiativen. Im Alltag der beratenden und dokumentierenden Initiativen
in Berlin zeigt sich die Bedeutung des antimuslimischen Rassismus vor
allem in Form öffentlicher rassistischer Diskurse, in Diskriminierungen
und Angriffen, aber auch in immer konkreteren Politikangeboten für
Islamfeinde jeglicher Couleur.
Weitere Artikel beschreiben wesentliche Ereignisse, die die Arbeit und
das Engagement von Initiativen und Projekten im Jahr 2009 geprägt
haben: die Krise des Berliner Landesverbandes der NPD, der „Bordsteinkick-Prozess“
nach einem schweren rechtsextremen Angriff am S-Bahnhof Frankfurter Allee
im Juli 2009 und die nach wie vor hohen Zahlen rassistischer Angriffe
und Bedrohungen in Berlin.
Der Schattenbericht 2009 steht als PDF-Datei (4,0 MB) zum Herunterladen
zur Verfügung unter:
->hier
Eine Kurzzusammenfassung der Inhalte finden sie in unserem Handout ->hier.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
das apabiz (Ulli Jentsch, Eike Sanders, mail@apabiz.de, Tel.: 030-6116249)
oder
die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr) (Annika Eckel,
annika.eckel@mbr-berlin.de, Tel.: 030-240 45 432)
Hinweis für Pressevertreter/innen: Es besteht die Möglichkeit,
kostenfreie Presseexemplare des Berichtes zu erhalten.
--
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)
Chausseestraße 29 | 10115 Berlin
Tel: 030/ 240 45 432 | Fax: 030/ 240 45 319
annika.eckel@mbr-berlin.de | www.mbr-berlin.de
Die MBR ist ein Projekt des
Vereins für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK)
--
apabiz e.V.
antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.
lausitzer str. 10 | 10999 berlin
fon / fax 030-611 62 49 | mail@apabiz.de
www.apabiz.de | www.turnitdown.de | www.whatwecando.de
|