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Netz: Ausstellungen

 

Anschläge gegen Rechts?
Anschläge gegen Rechts?
Die Ausstellung zum Thema Rechtsradikalismus seit 1990 in der BRD ist entstanden im Rahmen des Semesterprojektes „Anschläge gegen Rechts?“ im Fachbereich Kommunikationsdeseign der Kunsthochschule Weißensee.
   
Auf dem Dienstwege...
Dokumente zur Erfassung, Ausgrenzung und Deportation der Leipziger Sinti und Roma im Nationalsozialismus
Diese Ausstellung zeigt erstmalig Dokumente der rassistisch motivierten Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma in Leipzig. Die massenhafte Beteiligung am Völkermord fand seine Wege über die Gewohnheiten alltäglicher "Pflichterfüllung". Denunziationen wurden als "Anfragen" oder "Beschwerden" deklariert. Die Ungeheuerlichkeiten offenbaren sich heute in den kleinen Schritten... Das Material wurde im Auftrag des Bildungswerkes Weiterdenken in der Heinrich-Böll-Stiftung erstmalig recherchiert und dokumentiert.
   
Anne Frank - eine Geschichte für heute
Die vom Anne-Frank-Zentrum organisierte Wanderausstellung erreichte bis heute in über 100 Gemeinden und Städten etwa 500.000 Besucherinnen und Besucher. 2004 wurde die Wanderausstellung an 16 verschiedenen Orten gezeigt. Das Anne Frank Zentrum bietet vielfältige Unterstützung für ihre Kooperationspartner an.
Ab Januar 2005 geht eine neue Multimedia-Wanderausstellung auf Tournee. Viele neue Ansätze werden in dieser Ausstellung verwirklicht. Inhaltlich stellt die Ausstellung drei Fragen aus dem Tagebuch Anne Franks in den Mittelpunkt: Wer bin ich? Was geschieht mit mir? Was ist mir wichtig? Die Ausstellung benötigt mindestens 250 qm Stellfläche.
   
Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63

Historisch-dokumentarische Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts
40 Jahre nach dem dem ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess („Strafsache gegen Mulka u.a.“, 20. Dezember 1963 bis 20. August 1965), wurde am 27. März im Frankfurter „Römer“ und im Haus Gallus die Ausstellung "Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main) eröffnet. Bis zum 23. Mai war die Ausstellung dort, am historischen Ort, zu sehen. In den nächsten Monaten und Jahren wird sie als Wanderausstellung an mehreren Orten im In- und Ausland Station halten.

   
Berliner Tatorte –
Dokumente rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Auf 60 Tafeln werden Orte von Angriffen, die in den Jahren 2003-2005 in
Berlin stattfanden, gezeigt. Kurze Texte beschreiben, wann, wo und was
passierte. Die Fotos der Tatorte lassen nicht die Angst und die Schmerzen der Opfer erkennen, ebenso wenig wie den konkreten Tathergang.
Deutlich wird jedoch die erschreckende Alltäglichkeit der Angriffe. Die Ausstellung ist ein Appell, nicht wegzuschauen, sich einzumischen und Hilfe zu holen, wenn Andere bedroht und angegriffen werden – auch und gerade an den uns so vertrauten Orten, an denen Vielen das Recht abgesprochen wird, sich dort - wie alle anderen auch - aufzuhalten und ihren Alltag zu leben.
   
Der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß
The Trial of Major War Criminals in Nuremberg
Deutsch / englische Sonderausstellung am Bauzaun auf dem Gelände der Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8 | 10963 Berlin-Kreuzberg
Aktuell: Täglich geöffnet | Eintritt frei; Mai bis September 10 bis 20 Uhr
Oktober bis April 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (spätestens 18 Uhr)
U + S Potsdamer Platz | S Anhalter Bahnhof
U Kochstraße | Bus M 41, M 29, 123
Besonderes: Die Ausstellung kann auch im Internet besucht werden. ->Hier lang.
   
Fritz Bauer Institut
Das Fritz Bauer Institut organisiert mit verschiedenen Partnern im In- und Ausland Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen. Wanderausstellungen, die in Museen und Gedenkstätten, aber auch in Schulen, Bürgerhäusern, Bildungsstätten und Gemeinden gezeigt werden können, werden betreut. Das Institut berät bei der Durchführung von Veranstaltungen und Ausstellungen, hilft bei der Herstellung von Kontakten und der Suche nach geeigneten Referenten.
Bei Interesse an einzelnen Ausstellungen sendet das Institut gerne weitere Informationen und ein Ausstellungsangebot zu.
   
"Für Silvio" - Dokumentation einer Denkmalschändung
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zeigte 2006 eine Dokumentation von Ute Donner über das mehrfache Verschwinden der Gedenktafel für den von Neonazis erstochenen Silvio Meier. Zu sehen waren Fotos, Bilder und Briefe der ersten Ausstellung von 1999, ergänzt mit aktuellem Material.
   
Galerie Olga Benario

Galerie OLGA BENARIO
Die Galerie OLGA BENARIO wurde 1984 von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Verband der Antifaschisten (VVN/VdA) in Berlin-Neukölln gegründet. Ständig wechselnde Ausstellungen.

   

"Gegen die Regeln" - Lesben und Schwule im Sport
Die vom Akzeptanzkampagnenbüro des Ministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen präsentierte, gemeinsam von SC Janus, dem Centrum Schwule Geschichte in Köln und anderen gestaltete Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“ ist eine erste Bestandsaufnahme zum Thema. Sie wurde 2009 von der European Gay & Lesbian Sport Federation (EGLSF) aktualisiert und ins Englische übersetzt.
Die Ausstellung beansprucht keine Vollständigkeit, sondern will vielmehr dazu beitragen, das Thema Homosexualität und Sport zu enttabuisieren, und auf die vielfältigen Formen der Diskriminierung von sexuellen Minderheiten im Sport aufmerksam machen. Sie will aber auch zeigen, dass Sport Lesben und Schwulen eine Chance bietet, ihr Leben selbstbewusst zu gestalten.
Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung und kann kostenlos ausgliehen werden. Es sind lediglich die Transportkosten zu tragen.
Informationen zur Ausstellung und Ausleihe gibt es unter: exhibition@eglsf.info

   

Kurt Gerstein (1905 - 1945) - Widerstand in SS-Uniform
Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit des Landeskirchlichen Archivs Bielefeld, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und des Förderkreises Kurt Gerstein entstanden. Zunächst in der Gedenkstätte Berlin, ist sie bisher mit großem Erfolg in vielen deutschen Städten und auch in der französischen Hauptstadt Paris gezeigt worden. Sie würdigt die Person des SS-Obersturmführers Kurt Gerstein, der eine der interessantesten Gestalten des deutschen Widerstandes im Nationalsozialismus ist. Als Mitglied der Bekennenden Kirche war er einer der Führer der deutschen Schülerbibelkreise und legte sich bald mit den nationalsozialistischen Machthabern zunächst auf dem Gebiet der Kirchenpolitik an. Propaganda für die Bekennende Kirche führte zur zweimaligen Verhaftung, zum Ausschluss aus der NSDAP und zum Berufsverbot. Gerstein schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und fing an, in Tübingen Medizin zu studieren. 1941 entschloss er sich zum Eintritt in die SS, um einen Blick hinter die Kulissen in die „Feueröfen des Bösen“ zu tun und Genaueres über die Euthanasie und die Judenvernichtung zu erfahren.

   
„Getauft - Verstoßen - Deportiert"

Ausstellung gegen das Vergessen zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht. Beginnend am 8.11.2008 in der St. Thomas-Kirche am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg wird erstmalig eine Ausstellung zum Schicksal evangelischer Christen jüdischer Abstammung während des Nationalsozialismus gezeigt.
Angestoßen durch die Geschichte ihres ehemaligen Pfarrers Dr. Willy Oelsner, der - nach den Nürnberger Gesetzen Volljude - im Januar 1939 noch nach England emigrieren konnte, werden erschütternde Lebensgeschichten von Menschen erzählt. Die Ausstellung fragt nach dem Leben von Christinnen und Christen mit jüdischen Eltern oder Großeltern, die verfolgt, deportiert und im tragischsten Falle umgebracht wurden. Ihr Schicksal wurde damals und auch nach Ende des Krieges in den evangelischen Gemeinden meist verschwiegen. Ihrer soll gedacht werden in der Hoffnung und in der Zuversicht, dass sich Ähnliches nicht wiederholt.
Die Ausstellung wird gezeigt bis zum 3.1. in der Segenskirche, Schönhauser Allee 161, Mi-Fr 15.30-17.30 (außer 24., 26., 31.12.), Sa 14-17 Uhr (außer 27.12.)
Ab 5.1. in der St. Thomas-Kirche, 11-17 Uhr, Mariannenplatz.
Weitere Informationen unter: www.stthomas-berlin.de

   

"Judendeportationen" mit der Deutschen Reichsbahn 1941-1945
Das Deutsche Technikmuseum porträtiert 12 Berliner Schicksale
"Dem Holocaust fielen 5 bis 6 Millionen Menschen in Europa zum Opfer. Mehr als 130.000 Juden wurden in der Zeit zwischen Oktober 1941 und Mai 1945 mit der Eisenbahn allein aus dem Deutschen Reich in zahlreiche Ghettos und Vernichtungslager verschleppt.
Die Deportation der Berliner Juden folgte dem Muster der übrigen "Judentransporte" aus dem Deutschen Reich. Die meisten Zuginsassen wurden bald nach ihrer Ankunft ermordet. (...)
Die Ausstellung nennt die einzelnen Deportationsziele und beschreibt 12 Beispiele der über 180 "Judentransporte" aus Berlin zwischen 1941 und 1944. Sie weist außerdem auf die Schicksale von 12 Menschen aus der Reichshauptstadt und aus der Provinz Brandenburg hin, die damals "als Juden" gebrandmarkt und deportiert wurden."

   
Legalisierter Raub
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 – 1945

Die Ausstellung ist aus einem Dokumentations- und Forschungsprojekt des Fritz Bauer Instituts entstanden. Das Projekt befasst sich mit der Auswertung von Aktenbeständen der hessischen Finanzbehörden, die 1998 im Auftrag des Hessischen Finanzministeriums gesammelt worden waren und die sich jetzt im Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden befinden. Die gesichteten Devisenakten, Steuerakten, Vermögenskontrollakten, Handakten jüdischer Rechtsanwälte usw. belegen eindrucksvoll den gesetzlich legalisierten Raub von Eigentum der jüdischen Bevölkerung Hessens im „Dritten Reich".
Sie zeigen aber auch, dass die sogenannte Arisierung jüdischer Unternehmen nur die „Spitze des Eisbergs" gewesen ist: In enger Kooperation zogen unterschiedliche Dienststellen in den Finanzbehörden, der Zollfahndung, Devisenstellen usw. gemeinsam mit der Gestapo und anderen Organisationen Sparbücher, Devisenguthaben oder Wertpapierdepots jüdischer Bürger ein. All dies geschah in gesetzlich legalisierten Aktionen.
Eine Vorstellung des Forschungs- und Ausstellungsprojekts finden Sie ->hier.

   
Motiv.Rechts II
Seit Anfang 2005 tourt die durch die Antifa Hohenschönhausen erstellte Ausstellung „Motiv.Rechts II - Eine Dokumentation der Rechtsextremen in Lichtenberg“ durch den Berliner Bezirk. Auf 14 Tafeln werden mit Hilfe von Texten, Bildern und Grafiken die rechtsextremen Strukturen Lichtenbergs beschrieben und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Die Broschüre zur Ausstellung als Download findet Ihr ->hier. (3,58 MB!)
   
Neofaschismus in der Bundesrepublik Deutschland
Von der Kommission Neofaschismus der VVN-BdA erstellte und von der IG Metall und der antifaschistischen Zeitschrift "Der Rechte Rand" unterstützte Ausstellung, die seit Anfang 2001 durch Städte und Gemeinden kursiert. Die Wanderausstellung wurde vor kurzem aktualisiert.
Auf insgesamt 27 Tafeln werden neben einer kurzen Erklärung aktuelle Dokumente unterschiedlicher Art, wie Fotos, CD-Cover, Internet-Seiten, Aufklebern, Plakaten usw. gezeigt. Im Zusammenhang ergeben die Dokumente ein erschreckendes Porträt des Neofaschismus in seiner ganzen Breite.
   
„Nur die Sterne waren wie gestern“
Wanderausstellung über Henryk Mandelbaum, Mitglied des Sonderkommandos in Auschwitz
Henryk Mandelbaum musste bei den Krematorien in Auschwitz-Birkenau arbeiten: die Leichen der Ermordeten aus den Gaskammern schleppen, ihnen die Haare abschneiden und die Goldzähne herausbrechen. Um sie dann in den Öfen oder den Verbrennungsgruben hinter dem Krematorium zu verbrennen. Henryk Mandelbaum war Häftling im Sonderkommando von Auschwitz, einer von Hunderten jüdischen Sklavenarbeiter in der Todeszone. Das war ab Frühjahr 1944 bis Januar 1945.
Karin Graf, Buchautorin und Mitarbeiterin des Bildungswerks Stanislaw Hantz e.V., Tina Henkel, Historikerin und Politologin aus Hamburg und ebenfalls Mitarbeiterin des Bildungswerks Stanislaw Hantz e.V. und der Kasseler Freie Fotograf Andreas Dahlmeier haben diese Wanderausstellung in dreijähriger Arbeit konzipiert und umgesetzt. Die Ausstellung richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahre und an Erwachsene. Sie besteht aus 48 Fototafeln und 45 Texttafeln. Zur Ausstellung gehört ein einstündiger Film, in dem Henryk Mandelbaum seine Geschichte vor allem an einer Krematoriumsruine in Auschwitz-Birkenau erzählt. Die Fototafeln sind 70 mal 70 cm groß, die Texttafeln 70 mal 30 cm.
   
Opfer rechter Gewalt
Die Ausstellung porträtiert 131 Menschen, die rechter Gewalt seit 1990 zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremisten kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung. Der Verein Opferperspektive e.V., der die Ausstellung verleiht, bietet auf der Homepage sehr viel Unterstützung an.
   
Prag | 27. Mai 1942 | 10.35 Uhr

Sonderausstellung des Militärhistorischen Instituts Prag
im Deutschen Technikmuseum Berlin
8. Dezember 2005 bis April 2006
Am Mittwoch, den 27. Mai 1942, traf Reinhard Heydrich, den maßgeblichen Vorbereiter des Holocaust und Schlüsselfigur des Staatsterrors im Dritten Reich, um 10.35 Uhr im Prager Vorort Liben eine Handgranate. Acht Tage später erlag er seinen Verletzungen. Die Liquidierung des "Stellvertretenden Reichsprotektors für Böhmen und Mähren“ erfolgte durch zwei Feldwebel der tschechoslowakischen Exilarmee: Jan Kubiš und Josef Gabèík.
Wer die Attentäter waren, was sie bewegte, von wem sie beauftragt waren, wie ihre Aktion im Einzelnen organisatorisch, vor allem technisch, verlief und welche Folgen sie hatte – das sind die zentralen Themen der Sonderausstellung.
Sie dokumentiert eingehend die grausamen Vergeltungsmaßnahmen der Nationalsozialisten: die Vernichtung der nahe Prag gelegenen Bergarbeitersiedlung Lidice und des böhmischen Dorfes Lezáky und den Blutzoll, den die zahlreichen Helfer der Attentäter sowie eine kleine und mutige orthodoxe Kirchengemeinde in Prag zahlen mussten.
Die ausgestellten Objekte und Dokumente, die zum großen Teil aus den erhalten gebliebenen Ermittlungsakten der Geheimen Staatspolizei stammen, vermitteln ein beklemmendes Bild der technischen Werkzeuge der Machtausübung und des Widerstands zur Zeit des Nationalsozialismus.
Unter http://www.dtmb.de/Aktuelles/index.html finden sich weitere Informationen für BesucherInnen.

   
 
Rechts um und ab durch die Mitte ?!
Die Internetausstellung des Jugendclub Courage Köln e.V.
Mit Informationen über: Rechtsextreme Organisationen, Ideologie, Jugendkultur/Musikszene, Verbote rechtsextremer Organisationen, Frauen in der Rechten u.v.m.
   
Tatort Stadion Tatort Stadion
"Tatort Stadion" wird organisiert vom Fan-Netzwerk Bündnis Aktiver Fußballfans e.V. (BAFF) in Zusammenarbeit mit der EU und Football Against Racism in Europe (FARE).
   
Vor aller Augen
Diese Wanderausstellung der Stiftung Topographie des Terrors beinhaltet etwa 120 Fotografien, die aus rund hundert lokalen Archiven und Sammlungen Deutschlands stammen: Sie zeigen die Deportation deutscher Juden vor den Augen von Schulkindern und Passanten, das Anprangern und Kahlscheren von Frauen auf öffentlichen Plätzen, Propaganda- und Boykottaktionen von SA und SS gegen jüdische Geschäfte und viele andere Szenen, in denen Menschen vor aller Augen bloßgestellt und gedemütigt, bedroht, verhaftet und abtransportiert wurden.
   
»Versteckspiel« als Ausstellung

Eine neue, von der agentur für soziale perspektiven (asp) erstellte Ausstellung will dazu anregen, über den Gebrauch von politischen Symbolen nachzudenken. Genauer: Darüber, wie durch die rechtsextreme
Szene Symbole benutzt werden und warum der Umgang damit oft so schwierig ist.
Vielen wird »Das Versteckspiel« als überaus erfolgreiche Broschüre bekannt sein, die inzwischen schon in mehreren Auflagen und verschiedenen Regionalausgaben publiziert worden ist. Die agentur für soziale perspektiven versucht seit fünf Jahren, die Entwicklung in der rechten Szene im Blick zu behalten und hat dazu neben der Broschüre
auch vielfältige Bildungsmaterialien und eine Homepage erstellt.
Das apabiz führt zum gleichen Thema Workshops und Vorträge durch. Mit der Ausstellung hat die asp jetzt versucht, Teile der Diskussion über den Umgang mit rechter Symbolik aufzugreifen und weiter zu führen. Die Ausstellung liefert – genau so wie die Broschüre - keinen Katalog extrem rechter oder neonazistischer Symbole, sondern will zur Diskussion anregen: Wie gehen wir mit dem rechten Lifestyle um? Halten Verbote, was sie versprechen? Und: Wem gehört die Ikone »Che Guevara« wirklich?
Die Ausstellung ist vor allem als kurzzeitige Schau konzipiert und muss mit Workshops, Seminaren oder Vorträgen begleitet werden. Sie eignet sich daher besonders für Konferenzen, Projekttage und ähnliches.
Nachfragen und Bestellungen bitte an: agentur für soziale perspektiven
Lausitzer Str.10, 10999 Berlin, ausstellung@dasversteckspiel.de

   

Vor die Tür gesetzt.
Im Nationalsozialismus verfolgte Berliner Stadtverordnete und Magistratsmitglieder 1933-1945
Im Zusammenhang mit den Erinnerungs- und Gedenkveranstaltungen zum 60. Jahrestag des Kriegsendes 1945 haben der Senat und das Abgeordnetenhaus von Berlin gemeinsam den Verein Aktives Museum gebeten, eine Ausstellung über die Lebensgeschichten der zwischen 1933 und 1945 verfolgten und ermordeten Berliner Stadtverordneten und Magistratsmitglieder zu erarbeiten.
Diese Ausstellung dokumentiert anhand von 32 ausgewählten Biografien mit persönlichen Zeugnissen, Bildern und Dokumenten die Lebenswege von Parlamentariern und Kommunalpolitikern, die aus ganz unterschiedlichen Gründen verfolgt wurden, ins Exil gingen oder Haft und Tod erleiden mussten. Sie zeigt exemplarisch auch, wie die parlamentarische Demokratie in Deutschland 1933 zerstört wurde.
Die Ausstellung wird erneut im Juni / Juli 2006 im Berliner Abgeordnetenhaus gezeigt.

   
Wanderausstellung zum nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma
Erstmals dokumentiert eine transportable Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma den nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma. Ausgehend von konkreten Einzelschicksalen wird die Vernichtungspolitik gegenüber der Minderheit nachgezeichnet: von der Ausgrenzung bis hin zum Massenmord. Ziel der Ausstellung ist es, die Ebene der Verfolgung und Entmenschlichung von der Perspektive der persönlich Betroffenen auch gestalterisch abzuheben. Den menschenverachtenden Dokumenten der Täter werden die Berichte der Überlebenden und ihre Familienbilder gegenüber gestellt, welche die Lebenswirklichkeit der Sinti und Roma sichtbar machen. Durch das besondere Spannungsverhältnis dieser beiden Ebenen – Normalität und Alltag der Minderheit einerseits, Terror und Verfolgung andererseits - wird einem Besucher zugleich bewusst, dass sich hinter den abstrakten Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung unzählige zerstörte Lebenswege verbergen.
   
Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben
Eine Ausstellung zu den Jugend-Konzentrationslagern Moringen und Uckermark 1940-1945
Diese Wanderausstellung wird seit 1993 im gesamten Bundesgebiet gezeigt. Erarbeitet wurde sie von Martin Guse, Träger und Förderer waren die Lagergemeinschaft und Gedenkstätteninitiative Moringen e.V. und die Hans-Böckler-Stiftung beim Deutschen Gewerkschaftsbund.Der biographische Ansatz der Ausstellung erzeugt vor allem bei Jugendlichen Interesse und ist leicht zu verstehen. Auf 33 Tafeln wird das Erleben und Leiden der Jungen und Mädchen in den Jugend-Konzentrationslagern durch Fotos und Dokumente nachgezeichnet. Aus politischen, religiösen, rassistischen und sozialen Gründen wurden Mädchen in Uckermark und Jungen in Moringen als sogenannte "Gemeinschaftsfremde" inhaftiert.
   

Wir waren Nachbarn
131 Biografien jüdischer Zeitzeugen - Ausstellungsinstallation im Rathaus Schöneberg
Seit Januar 2010 wird diese Ausstellung dauerhaft in einer eigenen Halle im Rathaus Schöneberg gezeigt. Sie zeigt anhand von 131 Biografien jüdischer Berlinerinnen und Berliner deren Leben unter dem Regime des Nationalsozialismus.
Neben den biografischen Alben und einem Archivschrank mit Erinnerungssplittern gehören noch drei weitere Elemente zum dauerhaften Konzept der Ausstellung: die Ländertafeln über die Situation in den wichtigsten Exilländern, der Interviewfilm Geteilte Erinnerungen und die über 6000 Namenskarten von Deportierten und Ermordeten.
2010 wird der Schwerpunkt von Ausstellung und Rahmenprogramm auf das Thema jüdische Schulen und Schüler gelegt.

   
Zug der Erinnerung
Der "Zug der Erinnerung" besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen in beispielhaften Biografien nacherzählt wird. Statt entsetzlicher Bilder zeigt die Ausstellung Andenken, die aus unseren Familienalben stammen könnten.
Der "Zug der Erinnerung" fuhr probeweise erstmals am 27. Januar 2007 in Würzburg. Die historische Lok und wenige Wagen mit Fotos der Kinder und Dokumenten über das regionale Deportationsgeschehen riefen bundesweit erhebliches Medieninteresse hervor. Die ungewöhnliche Darstellungsform und der einfache Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der im Bahnhof, dem früheren wie heutigen Handlungsort, hergestellt werden konnte, machte die Präsentation gerade für Jugendliche gut nachvollziehbar.
Der "Zug der Erinnerung" wird im kommenden Frühjahr 21 deutsche Bahnhöfe anfahren, um auf den früheren Deportationsstrecken der Opfer zu gedenken. Einen tagesgenauen Fahrplan veröffentlicht die Bürgerinitiative im Januar 2009 (http://zug-der-erinnerung.eu/fahrplan.html).
   
Zwangsarbeit in Berlin
Friedrichshain und Kreuzberg 1938 bis 1945
Arbeitseinsatz für den Endsieg: Mehr als 400 000 Menschen aus über 20
Nationen mußten allein in der »Reichshauptstadt« während des Zweiten
Weltkrieges Zwangsarbeit leisten.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entschädigungsdiskussion haben elf
Berliner Regionalmuseen in öffentlichen und Firmenarchiven recherchiert
sowie Zeitzeugen und Betroffene befragt.
Internetpräsentation: Die kompletten Rechercheergebnisse mit bisher unbekannten und noch unveröffentlichten Dokumenten wurden multimedial aufbereitet und lassen sich auf der Seite des Kreuzberg Museum betrachten.

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