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Hier werdet Ihr demnächst das Gesamtverzeichnis unserer Bücher, Literaturlisten und Neuerwerbungen des Archivs finden.

Bis dahin ein kurzer Überblick, was ihr in unserer Präsenzbibliothek findet sowie Hinweise auf einige Sammlungen.

 

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Frühe Literatur zur NPD

Die gleichen Fragen wie vor 30 Jahren

Die Erfolge der NPD in den 1960er Jahren lösten eine ebenso intensive und vielfältige Debatte über den Umgang mit der neonazistischen Partei aus wie heute (siehe S. 7). Aktuelle Fragen, wie die nach einem Parteiverbot (vgl. Demokratische Aktion 1968), der angemessenen zivilgesellschaftlichen Antwort auf die NPD u. ä., wurden unter anderen Vorzeichen schon vor dreißig Jahren gestellt. Dies spiegelt auch die damals erschienene, im apabiz zu findende Literatur wider.
In diversen Kleinschriften klärten vor allem Parteien und Gewerkschaften auf und riefen zum Widerstand gegen die NPD auf. Der DGB in Bayern setzte sich mit den Parolen der NPD auseinander und nannte Gegenargumente (DGB Bayern o. J. [1970]); die Demokratische Aktion erläuterte »Die Soziale Demagogie der NPD« (Schuster 1969); die Jusos erstellten »Informationen für Demokraten« (Ritter/Eichengrün 1967). Ebenso dicht an den frühen Aussagen der NPD argumentiert eine »Materialsammlung über die NPD« der DGB-Jugend, die ausschließlich Schriften der Partei abdruckt (DGBJugend o. J. [ca. 1966]).
Schon früh wurde die NPD auch wissenschaftlich seziert. Standards setzte Reinhard Kühnl 1967 mit einem 250seitigen Werk über »Struktur, Programm und Ideologie einer neofaschistischen Partei« (Kühnl [Hrsg.] 1967). Ebenso Bröder, der 1969 eine richtungsweisende Studie zur »Propagandatechnik und -methode« des Parteiorgans Deutsche Nachrichten im Verlag v. Hase & Köhler veröffentlichte (Bröder 1969).
Die Pole der ideologisch motivierten Auseinandersetzung mit der NPD verdeutlichen zwei Broschüren, die 1968 erschienen. In der einen erklärt Giselher Schmidt für die Bundeszentrale für politische Bildung »Ideologie und Propaganda der NPD« und kommt zu dem Schluss, die »rechtsradikale und neonazistische Partei« unterscheide sich in maßgeblichen Elementen von einer »im wahren Sinne national-konservativen Partei« und teile mit dem »Biologismus-Rassismus« (so!) das »weltanschauliche Fundament der NSDAP« (Schmidt 1968).
Ganz anders Herbert Bertsch, der die polemische Frage stellt »Wozu braucht der Bonner Staat die
NPD’?« – und sie im Sinne der DDR-Führung beantwortet: »Die NPD ist der braune Stoßtrupp des
Bonner Regimes.« (Bertsch 1968).

aus: monitor Nr. 35, S.5

Ausführliche Literaturangaben:

  • ANTIFA-KOMMISSION DES KB (HRSG.): Wie kriminell ist die NPD?. Analysen, Dokumente, Namen. buntbuch, Hamburg, 1980
  • BERTSCH, HERBERT: Wozu braucht der Bonner Staat die NPD?. Dietz, Berlin, 1968
  • BRANDT, RUDOLF H.: Die Militärpolitik der NPD. Rückendeckung für die UdSSR?. Dokumentation und Analyse. Seewald, Stuttgart-Degerloch, 1969
  • BRÖDER, FRIEDRICH J.: Ein Sprachrohr des Rechtsradikalismus. Die deutschen Nachrichten. v. Hase und Koehler, Mainz, 1969
  • DEMOKRATISCHE AKTION (HRSG.): Verbot oder Auflösung der NPD?. Kurt Hirsch (viSdP), München, o.J. (1968)
  • DEMOKRATISCHER KLUB E.V. (HRSG.): Ist die NPD eigentlich faschistisch?. Teil 1: Aufbau, Organisation, Ideologie. Selbstverlag, Berlin, o.J. (1967)
  • DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND (HRSG.): Materialsammlung über die NPD. Selbstverlag, Düsseldorf, o.J.
  • DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND (HRSG.): DGB contra NPD. Selbstverlag, Hannover, o.J. (1968)
  • DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND (HRSG.): NPD-Behauptungen und Wahrheit. Eine Auseinandersetzung mit den Parolen der NPD. Selbstverlag, Landesbezirk Bayern, o.J. (1967)
  • DORN, WOLFRAM: NPD – Neuer Anfang eines furchtbaren Endes?. Markus, Köln, 1969
  • EBERT, WOLFGANG/SCHULTZ, REINHARD: Das Urteil von Mannheim: NPD nicht verfassungsfeindlich?. Eine Dokumentation. Sonderheft Nr. 4 des Pressedienst Demokratische Initiative (PDI), München, 1978
  • ELCHLEPP, DIETRICH/HEINER, HANS-JOACHIM: Zur Auseinandersetzung mit der NPD. Aktionen und Argumente gegen Rechtsradikalismus. Juventa, München, 1969
  • FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG (HRSG.): Gegen die NPD. Argumente für die Demokratie. Neue Gesellschaft, Bad Godesberg, 1969
  • FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG (HRSG.): Die NPD. Programmatik und politisches Verhalten. Neue Gesellschaft, Bad Godesberg, 1970
  • GÖTZ, WOLFGANG/SIEDEN, JOACHIM: ...Bis alles in Scherben fällt....Wohin führt der Rechtsradikalismus?. v. Hase & Koehler, Mainz, 1967
  • HINDELS, JOSEF: NPD ein Alarmzeichen. Bund sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus, Wien, o.J. (1967)
  • KÜHNL, REINHARD/RILLING, RAINER/SAGER, CHRISTINE: Die NPD. Struktur, Ideologie und Funktion einer neofaschistischen Partei. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1969
  • NIETHAMMER, LUTZ: Angepaßter Faschismus. Politische Praxis der NPD. S. Fischer, Frankfurt am Main, 1969
  • MAIER, HANS/BOTT, HERMANN: Die NPD – Struktur und Ideologie einer “nationalen Reichspartei“. R. Piper & Co, München, 1968
  • RICHARDS, FRED H.: Die NPD. Alternative oder Wiederkehr?. Olzog, München-Wien, 1967
  • RITTER, DR. WALDEMAR/EICHENGRÜN, ERNST: Informationen für Demokraten. NPD. Schriftenreihe der Jungsozialisten, Bonn, 1/67
  • SCHUSTER, INGRID: Die soziale Demagogie der NPD. Schriftenreihe der Demokratischen Aktion 1, München, o.J. (1969)
  • SCHMIDT, GISELHER: Hitlers und Maos Söhne. NPD und Neue Linke. Heinrich Scheffler, Frankfurt am Main, 1969
  • SCHMIDT, GISELHER: Ideologie und Propaganda der NPD. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 1968
  • SPD, SOPADE-REDNERDIENST (HRSG.): Zur Auseinandersetzung mit der NPD. Selbstverlag, Bad Godesberg, o.J. (1967)
  • SMOYDZIN, WERNER: NPD – Partei mit Zukunft?. Ilmgau, Pfaffenhofen/Ilm, 1969
  • v. HASE & KOEHLER VERLAG (HRSG.): Auf dem Prüfstand der Demokratie. Zur Analyse und geistigen Auseinandersetzung mit der NPD. v. Hase & Koehler, Mainz, o.J.
  • ZALESHOFF, ANDREAS P.: Der zweite Frühling der NPD. Neofaschismuskommission VVN/Bund der Antifaschisten/Niedersachsen (HRSG.), Eigendruck, 1989

 

 

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Die Bibliothek des apabiz

12.000 Bücher und Broschüren

Im Archiv-Bestand des apabiz befinden sich nicht nur Zeitungen, Flugblätter und Tonträger, sondern auch eine Vielzahl von Büchern und Broschüren zu den Themen Rechtsextremismus und Nationalsozialismus. Deren Anzahl beläuft sich derzeit auf fast 12.000 Exemplare.
Parallel zu den anderen Medien im Archiv ist auch unsere Bibliothek in einen Primär- und Sekundärbereich unterteilt. Letztgenannter ist wie unsere anderen Medien für Gäste frei zugänglich. Es handelt sich um eine Präsenzbibliothek, aus der jedoch unsere Fördermitglieder ausleihen dürfen. Die gesamte Bibliothek ist elektronisch erfasst und neben den üblichen bibliographischen Angaben auch mit einer Reihe von Schlagwörtern versehen, die eine umfangreiche Suche ermöglichen.
Aufgrund der beschränkten finanziellen Möglichkeiten sind wir in diesem Bereich auf Schenkungen von Privatpersonen, Verlagen und Institutionen angewiesen. Einige Hundert Bücher aus der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus konnten bei der Zusammenlegung der Berliner Staatsbibliotheken vor der Vernichtung gerettet und in unseren Bestand integriert werden.
Gerade wenn es um inhaltliche Kontinuitäten des aktuellen Rechtsextremismus in Bezug auf den Nationalsozialismus oder Vertreter der sogenannten Konservativen Revolution geht, ist dieser Bereich der Bibliothek eine wunderbare Quelle. Selbstverständlich wird man auch bei der Suche nach aktueller Fachliteratur zum Rechtsextremismus bei uns fündig.

aus: monitor Nr. 29, S.4

 

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Der Sonderbestand »Lebensschützer«

Personen, Ideologien, Themen

Der Sonderbestand »Lebensschützer« umfasst Bücher, Zeitschriften, Broschüren, Briefe und Texte, die Anfang der 1990er Jahre im Rahmen von Recherchen für Radiofeatures, Presseartikel und Vorträge der Journalistin Elke Amberg gesammelt wurden. Ausgangspunkt der Sammlung ist das 1991 erschienene Buch »Vorsicht Lebenssschützer. Die Macht der organisierten Abtreibungsgegner« von Barbara Ritter und anderen.
Insbesondere wurden Originalbroschüren und Bücher folgender Lebensschützer-Vereinigungen gesammmelt:

Führende IdeologInnen wurden interviewt. So liegen in transkribierter Form Interviewaussagen vor von CHRISTA MEWES, SIEGFRIED ERNST, JOHANNA VON WESTPHALEN, BERNWARD BÜCHNER, MARIA SIMON. Die Vernetzung und Einflussnahme auf die aktuelle Politik, die zentralen Ideologien und Argumentationsmuster sowie die inhaltlichen und personellen Verbindungen zu rechtsradikalen Personen und Gruppierungen werden in mehreren journalistischen Beiträgen dargelegt und anhand der Originalbelege untermauert. Auch Briefwechsel zu juristischen Auseinandersetzungen sowie Bücher für eine Abtreibungsliberalisierung sind enthalten.
Die Sammlung umfasst insgesamt zehn Aktenordner sowie 40 Bücher und berührt Ideologien und Denkrichtungen wie christlicher Fundamentalismus, Rassismus und Antisemitismus, Biologismus, Frauenfeindlichkeit, Elitedenken, Verneinung der Evolution, Homophobie, Psychiatrisierung von Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließen.
Für Nachfragen ist Elke Amberg über das apabiz zu erreichen.

aus: monitor Nr. 27, S.2

 

 

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Antisemitismus, Biologismus, »Rassenhygiene«

»Rassenhygiene und Pädagogik im Nationalsozialismus«

Das apabiz hat vor kurzem einen weiteren Sonderbestand erhalten und bietet ihn ab sofort zur Nutzung an. Die Sammlung ist im Rahmen eines Forschungsprojektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Freien Universität am Fachbereich Erziehungswissenschaften von 1998 bis 2004 entstanden. Das von Prof. H.C. Harten und den wissenschaftlichen Mitarbeitern U. Neirich und M. Schwerendt begleitete Projekt »Rassenhygiene und Pädagogik im Nationalsozialismus« beschäftigte sich mit der pädagogischen Umsetzung von Rassenhygiene im Nationalsozialismus und untersuchte die Biografien der beteiligten Personen.
Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden zwei Dissertationen zu den Themen »Biologismus und Rassismus in Biologieschulbüchern 1933-2000« und über Antisemitismus in pädagogischen Materialien begonnen. Der Sonderbestand aus etwa 15 Aktenordner enthält:

  • eine umfangreiche Sammlung von »rassenhygienischen« Aufsätzen und Texten aus der Zeit des Nationalsozialismus
  • Sekundärliteratur zu den Themen Antisemitismus, Rassenkunde, Rassenhygiene, Anthropologie, Medizin, Biologismus und Rassismus
  • Kopien von Biologieschulbüchern von 1933-2000, die sich mit Rassenkunde und Vererbungslehre beschäftigen
  • Biografische Angaben zu den Autoren der rassenhygienischen Aufsätze und Biologieschulbuchautoren.

Die Sammlung darf und soll weiter genutzt werden, bei der Zitierung ist ein Quellenhinweis notwendig. Der Bericht des Forschungsprojektes ist in diesem Jahr unter dem Titel »Rassenhygiene
als Erziehungsideologie des Dritten Reiches. Bio-bibliographisches Handbuch« (Autoren: Hans-Christian Harten, Uwe Neirich, Matthias Schwerendt) im Akademie Verlag erschienen.

aus: monitor Nr. 26, S.3

 

 

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Von Alte Kameraden bis Wurfpost

Primärquellen in der Rubrik Militaristen

In unserem Bestand an Primärquellen zu rechten Gruppierungen und Strukturen nach 1945 finden sich neben den gängigen Teilbereichen, wie Parteien und Jugendkulturen, auch eine Reihe besonderer Rubriken. Dazu gehört zum Beispiel der umfangreiche Bereich der Militaristen und Soldatenverbände. Hierzu verfügen wir über 47 verschiedene Zeitschriftentitel mit insgesamt 1.134 Ausgaben sowie eine Vielzahl sonstiger Dokumente, wie etwa Einladungen und Broschüren.
Das Spektrum der Zeitschriften umfasst Blätter der zahlreichen Traditionsverbände und Truppenkameradschaften ehemaliger Wehrmachtseinheiten, wie z. B. DIE OASE vom VERBAND DEUTSCHES AFRIKA-KORPS E. V., ebenso wie bspw. die Zeitschrift des VERBANDES DER RESERVISTEN DER DEUTSCHEN BUNDESWEHR E. V. oder DAS RITTERKREUZ von der ORDENSGEMEINSCHAFT DER RITTERKREUZTRÄGER DES EISERNEN KREUZES E. V.
Zahlreiche Ausgaben des weit verbreiteten und vielgelesenen Kioskheftes DER LANDSER und des Hochglanzmagazins DEUTSCHE MILITÄRZEITSCHRIFT (DMZ, s. monitor Nr. 14) komplettieren den Bestand militaristischer Zeitschriften. Weiter Materialien zum Thema Militaristen lassen sich in den anderen Teilbereichen des apabiz finden, wie z. B. der Bibliothek, dem Broschürenbestand oder der
Bildungsarbeit.

aus: monitor Nr. 25, S.4

 

 

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Filme, Dokus & Primärquellen

Der Bestand der Videothek im apabiz

Unser Bestand an Videos umfasst derzeit über 1.200 Titel, von denen bereits 750 in unserem Katalog für diese Medien erfasst sind. Darunter befinden sich Fernsehbeiträge aus politischen Magazinen, Dokumentarfilme und Spielfilme. Der Hauptteil stammt aus der Zeit seit Beginn der 1990er Jahre; viele Spielfilme sind allerdings älter.
Fernsehberichte über die Brandanschläge von Mölln, Solingen und Hoyerswerda oder das Pogrom von Rostock füllen etliche Videokassetten; ebenso gehören bekannte Fernsehdokumentationen über den Terror der Nationalsozialisten zum Repertoire. Hinzu kommen Amateuraufnahmen von Nazi-Aufmärschen, die einen unverstellten Blick liefern können und daher auch in der Bildungsarbeit zum Einsatz kommen. Schließlich verfügen wir auch über Videos oder Fernsehspots, die von der Naziszene produziert wurden.
Große Teile unseres Videobestandes wurden uns durch Fördermitglieder und durch die FreundInnen
von autofocus überlassen, bevor sie von uns für die Nutzung durch Dritte aufbereitet wurden. Weitere – ausgesuchte – Bestände sind gerne willkommen.

aus: monitor Nr. 22, S.4

 

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Stand der Bewegung

Antifaschistische Periodika aus ganz Europa

Eine der ersten Anlaufstellen in unserem Archiv für Recherchen über die extreme Rechte ist die Sammlung von über 80 Periodika zum Thema, die aus nahezu allen gesellschaftlichen Spektren stammen: Von Gewerkschaften über Parteien bis hin zu linksradikalen Gruppen. Neben den großen bundesweit erscheinenden Fachblättern wie dem Antifaschistischen Infoblatt, Der rechte Rand, blick nach rechts und Antifa haben wir auch diverse regional erscheinende Zeitschriften wie die Lotta aus Nordrhein-Westfalen oder die enough is enough aus Schleswig-Holstein archiviert. Darüber hinaus führen wir zahlreiche Zeitschriften aus ganz Europa in unserem Bestand, darunter neben der englischsprachigen Searchlight Magazine aus den Niederlanden, Frankreich, Polen, Dänemark, Schweden, Österreich, Norwegen und der Schweiz.
Die Periodika geben in ihrer Gesamtheit einen hervorragenden Überblick über die Entwicklung der extremen Rechten. Darüber hinaus lassen sich Debatten der antifaschistischen Bewegung nachvollziehen. Alles in allem spiegelt die Sammlung den Erkenntnisgewinn und die Geschichte des
Antifaschismus der letzten 25 Jahre wider.

aus: monitor Nr. 21, S.2

 

 

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Jugendbünde dokumentiert

Zeitschriften der Jugendbewegung

Anfang 2005 haben wir als private Spende verschiedene Zeitschriften aus den 70er, 80er und 90er Jahren übernommen, die aus der Deutschen Jugendbewegung, Bündischen Jugend bzw. Pfadfinderbewegung stammen.
Relativ geschlossen sind etwa 15 Jahrgänge von Mitte der 80er bis Ende der 90er vorhanden von:

  • STICHWORT – BÜNDISCHE FÜHRUNGSSCHRIFT
  • DER EISBRECHER – ZEITSCHRIFT DER BÜNDISCHEN JUGEND sowie
  • DIE BUSCHTROMMEL. NACHRICHTENBLATT ZU STICHWORT UND DER EISBRECHER.

Ergänzt wird die kleine Sammlung durch mehrere Jahrgänge der

  • ZEITSCHRIFT DES BUNDES DER PFADFINDERINNEN UND PFADFINDER E. V. aus der ersten Hälfte der 80er und
  • Einzelhefte des RUNDSCHREIBENS DES FREIDEUTSCHEN KREISES aus den 70ern und frühen 80ern.

Es handelt sich dabei nicht um Zeitschriften aus rechtsextremen Jugendverbänden. Allerdings bewegte sich das STICHWORT Ende der 80er bzw. Anfang der 90er in neurechtem Fahrwasser. Nicht nur bei den Themen, sondern auch bei den AutorInnen, teils sogar den RedakteurInnen gab es Überschneidungen. Eine neue Redaktion hat mit dieser Tradition später gebrochen.
Die NutzerInnen des Archivs können anhand dieses Materials nachvollziehen, wie in der Jugendbewegung der Nachkriegszeit mit extrem rechtem Gedankengut und zweifelhaften Traditionsbeständen umgegangen wurde. Einerseits wurde das völkische, nationalistische oder militaristische Erbe bewusst oder auch unbewusst übernommen – andererseits verworfen und zurückgewiesen.
Dies zeigte sich besonders scharf in den Auseinandersetzungen um die »überbündischen Singewettstreite«. Hilfreich ist die BUSCHTROMMEL, die außer kurzen Nachrichten aus den Bünden
auch umfassende Adressenlisten bringt; dort finden sich neben harmlosen und teilweise eher linken
Vereinen auch extrem rechte Gruppen.
Das apabiz hat in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt seiner Arbeit darauf gelegt, den Einfluss extrem rechter Tendenzen in Jugendszenen und Subkulturen und den Widerstand dagegen
zu dokumentieren. Die Übernahme der Zeitschriften erweitert die Arbeitsgrundlage in diesem Feld und erlaubt es, dabei auch etwas weiter zurück zu schauen.

aus: monitor Nr. 20, S.5

 

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Rechte Töne archiviert

Der Bestand an Tonträgern im apabiz

Das apabiz sammelt nicht nur Papier in allen Formen zum weitgefächerten Thema Rechte in der BRD. Auch zahlreiche CDs sind bei uns archiviert, u.a. um unserem Schwerpunkt Musik- und Jugendkulturen von rechts gerecht werden zu können. Inzwischen haben wir ca. 600 CDs aus dem In- und Ausland in unserem Bestand. Dabei handelt es sich um die Werke verschiedenster Interpreten, vor allem aus den Bereichen deutscher Rechtsrock und Liedermacher. Aber auch so manche Dark Wave- oder Black Metal-CD sowie Militärmusik aus dem Nationalsozialismus haben ihren Weg zu uns gefunden.
Die Materialien werden zum einen bei Veranstaltungen des apabiz als Anschauungsmaterial eingesetzt. Zum anderen kommen sie bei der Recherche und inhaltlichen Auseinandersetzung sowie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz.

aus: monitor Nr. 19, S.2

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