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Hier werdet Ihr demnächst das Gesamtverzeichnis unserer Bücher, Literaturlisten und Neuerwerbungen des Archivs finden.

Das Gesamtverzeichnis unserer Bücher und Broschüren und aller weiteren Medien wird momentan für die online-Nutzung vorbereitet. Dann wird auch eine Recherche über einen eigenen apabiz-OPAC möglich.

Unser Bestand an Zeitschriften wird momentan langsam aber stetig in die Zeitschriften-Datenbank (ZDB) eingearbeitet. Die bisher erfassten Titel könnt ihr unter dem Bibliothekssigel b 1580 nachschlagen.

Bis dahin ein kurzer Überblick, was ihr in unserer Präsenzbibliothek findet sowie Hinweise auf einige Sammlungen.

 

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Frauen im NS: SOPHIE ROGGE-BÖRNER und »DIE
DEUTSCHE KÄMPFERIN« 1933-37

Sondersammlung zu völkischen Feministinnen

Gelegentlich erhält das apabiz thematische Sammlungen von JournalistInnen oder ForscherInnen, mit dem Zweck, diese allgemein zugänglich zu machen. Eine Sammlung rund um das Thema »Frauen im Nationalsozialismus« wurde im März für die Arbeit im apabiz erschlossen und systematisiert.
Es handelt sich um eine Vielzahl von Primär- und Sekundärliteratur, die von der Politologin Anne Jung Mitte der 1990er-Jahre zusammengetragen wurden. Neben Grundlagentexten zur völkischen Ideologie oder Materialen zu Gertrud Bäumer (1873-1954), ehemalige Vorsitzende des »Bundes Deutscher Frauenvereine« und wichtige Figur der bürgerlichen Frauenbewegung findet sich darin die komplette Ausgabe der Zeitschrift »DIE DEUTSCHE KÄMPFERIN«. Diese im April 1933 gegründete Zeitschrift wurde herausgegeben von SOPHIE ROGGE-BÖRNER (1878-1955) und erschien bis zu ihrem Verbot durch die Gestapo 1937 in monatlichem Turnus mit einer Durchschnittsauflage von 2600 Exemplaren.
Die Herausgeberin zählte zu einer Gruppe völkischer Feministinnen, die in der bisherigen Frauenforschung weitgehend ausgeblendet wurden und im Gegensatz zu den deutschen Faschistinnen und Faschisten für die Gleichberechtigung der arischen Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen eintraten.
Anne Jung nimmt sich dieses Themas an und beschäftigt sich damit eingehend in ihrer Examensarbeit mit dem Titel »Probleme und Kontroversen des ‚neuen' Staates und seines Selbstverständnisses im Spiegel der Zeitschrift ‚Die Deutsche Kämpferin. Stimmen zur Gestaltung der wahrhaftigen Volksgemeinschaft'«. Diese Arbeit ist sozusagen das »Herzstück« der vorliegenden Sammlung. Anne Jung bricht darin mit klassischen Täterin-Opfer-Zuweisungen und zeigt auf, dass neben denjenigen Täterinnen, die sich konform mit der NS-Frauenpolitik zeigten, ebensolche existierten, die feministische Theorieelemente in Verbindung setzten mit einer völkisch-faschistischen Ideologie.
Einer viel verbreiteten »Homogenisierung der Täterin-Opfer Perspektive« setzt sie eine (wünschenswert) dezidierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Handlungsmotiven der Täterinnen entgegen. Die Materialien stehen ab sofort zur Verfügung.

aus: monitor Nr. 45, S.6

 

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»Der Glaube an Deutschland«

Rechte Literatur vor 1945

Die Bibliothek des apabiz umfasst eine Vielzahl von extrem rechten bis nationalsozialistischen Veröffentlichungen. Insgesamt haben wir derzeit etwa 12000 Bücher und über 3000 Broschüren in unserer Bibliotheksdatenbank. Von diesem Bibliotheksbestand sind etwa 2000 verschiedene Buchtitel sowie ca. 400 Broschüren vor 1945 erschienen und politisch rechts zu verorten. Dazu kommen noch etwa 60 Zeitungs- und Zeitschriftentitel, welche unterschiedlich vollständig vorhanden sind.
Der Großteil dieser Bücher, Broschüren und Zeitschriften befindet sich seit 1995 in unserem Bestand. Bei der Zusammenlegung der Staatsbibliothek Berlin-West und Ost konnten wir zusammen mit einigen anderen Projekten einige Hundert Exemplare aus dem politischen »Giftschrank« der ehemaligen Staatsbibliothek Ostberlin übernehmen und damit vor der Vernichtung bewahren.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der NS-Literatur bilden Veröffentlichungen der LUDENDORFFER-BEWEGUNG, politische Schriften verschiedener NS-Persönlichkeiten und Schriften zur Geopolitik sowie Belletristik und militaristische Veröffentlichungen. Unter den zahlreichen Periodika sind u. a. mehrere Jahrgänge der SS-Zeitschrift DAS SCHWARZE KORPS aus den 1930er-Jahren und die nationalrevolutionäre Zeitschrift DIE TAT aus den 1920-Jahren zu finden. Dieser Bestand wurde und wird immer wieder ergänzt durch Bücherspenden von Antiquariaten und Privatpersonen.
Dank der hilfreichen Unterstützung projektexterner Personen konnten wir nun zum Ende des vergangenen Jahres endlich alle diese Medien mit vollständigen bibliographischen Angaben und einer inhaltlichen Einordnung in unseren Rubriken in die Bibliotheksdatenbank einarbeiten und damit besser für die Arbeit im apabiz nutzbar machen. Wir freuen uns natürlich auch weiterhin über Buchspenden für diesen Bereich.

aus: monitor Nr. 44, S.6

 

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Sonderstandort zu »Grauen Wölfen«

Primär- und Sekundärliteratur aufbereitet

Das Interesse an dem Thema »Graue Wölfe« ist in letzter Zeit merklich gestiegen, daher haben wir die vorhandenen Materialien durchgesehen und für InteressentInnen aufbereitet und geordnet. Das Material umfasst den Zeitraum seit Ende der 70er Jahre bis heute.
Zentral ist eine chronologische Artikelsammlung, die einen großartigen Überblick über die Aktivitäten der Grauen Wölfe in Berlin und der BRD in den letzten dreißig Jahren gibt. Besonders interessant sind hier die verschiedenen Broschüren von politischen Gruppen und Organisationen, die sich kritisch mit den Grauen Wölfen beschäftigen und einen umfassenden Einblick in deren Strukturen geben. In einem weiteren Ordner sind Primärquellen gesammelt - von typischen Plakaten bis hin zur Propaganda der Grauen Wölfe. Wer also mal einen direkten Eindruck möchte, ist hier richtig.
Ein Spezial-Ordner behandelt ausschließlich Vorkommnisse um den AStA der Technischen Universität Berlin, der massive Probleme mit Grauen Wölfen und ihren studentischen Strukturen hatte. Die Ereignisse sind beispielhaft für das studentische Engagement dieser Gruppen auch in anderen Universitäten in Deutschland.
Weitere umfangreiche Ordner des ehemaligen Otto-Stammer-Zentrums sind zum Thema im apabiz vorhanden - mit diversen Artikeln, Broschüren und Berichten aus den 70er/80er Jahren. Diese sind über den Katalog des Archivs zu finden.
Zu guter Letzt archiviert das apabiz auch die niederländische Antifazeitung »Alert«, die sich intensiv mit den Grauen Wölfen in den Niederlanden und Europa beschäftigt und wohl den tiefsten Einblick in deren Strukturen hat.
AK Graue Wölfe/türkischer Nationalismus

aus: monitor Nr. 41, S.5

 

Umfangreiche Büchersammlung erworben

Neue Primär- und Sekundärliteratur

Das apabiz konnte vor kurzem eine sorgfältig zusammengestellte und gut gepflegte Sammlung seltener Publikationen zum Bereich des historischen und aktuellen Rechtsextremismus erwerben.
Hierbei handelt es sich um eine private Sammlung von rund 5000 Titeln Primär- und Sekundärliteratur, die ein Antifaschist und Freund der Antiquariate in jahrelanger Kleinstarbeit zusammengetragen hatte. Themen sind u.a. Faschismus, Neofaschismus, »Neue Rechte«, Konservatismus, Antisemitismus, Rassismus, Sekten, Antifaschismus.
Die Schwerpunkte liegen u.a. in den Ausprägungen verschiedener Randgebiete des Faschismus wie den Nationalrevolutionären oder den Nationalbolschewisten sowie ihrer Adaption im Zeitverlauf und dem jeweiligen Kontext. Highlights bei der Primärliteratur sind hier Jahrgänge der Zeitschrift »DIE TAT« (Siehe Artikel auf S. 7) sowie Schriften der Autoren ARTHUR MOELLER VAN DEN BRUCK, HANS SCHWARZ, CORNELIU Z. CODREANU, JULIUS EVOLA, ERNST NIEKISCH, aber auch GERD-KLAUS KALTENBRUNNER und ARMIN MOHLER im Original.
Die Sekundärliteratur befasst sich mit den ideologischen Anklängen der Strömungen von der Alternativbewegung bis zu der NPD. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei antifaschistischer Literatur, seien es die PDI-Publikation der 70er und 80er Jahre (PRESSEAUSSCHUß DEMOKRATISCHE INITIATIVE) oder auch Romane über Faschismus und Widerstand.
Wir danken dem Solidaritätsfonds der HANS-BÖCKLER-STIFTUNG, der uns mit einer Zuwendung beim Ankauf und der sachgerechten Unterbringung der Sammlung unterstützt hat.

aus: monitor Nr. 36, S.6

 

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Frühe Literatur zur NPD

Die gleichen Fragen wie vor 30 Jahren

Die Erfolge der NPD in den 1960er Jahren lösten eine ebenso intensive und vielfältige Debatte über den Umgang mit der neonazistischen Partei aus wie heute (siehe S. 7). Aktuelle Fragen, wie die nach einem Parteiverbot (vgl. Demokratische Aktion 1968), der angemessenen zivilgesellschaftlichen Antwort auf die NPD u. ä., wurden unter anderen Vorzeichen schon vor dreißig Jahren gestellt. Dies spiegelt auch die damals erschienene, im apabiz zu findende Literatur wider.
In diversen Kleinschriften klärten vor allem Parteien und Gewerkschaften auf und riefen zum Widerstand gegen die NPD auf. Der DGB in Bayern setzte sich mit den Parolen der NPD auseinander und nannte Gegenargumente (DGB Bayern o. J. [1970]); die Demokratische Aktion erläuterte »Die Soziale Demagogie der NPD« (Schuster 1969); die Jusos erstellten »Informationen für Demokraten« (Ritter/Eichengrün 1967). Ebenso dicht an den frühen Aussagen der NPD argumentiert eine »Materialsammlung über die NPD« der DGB-Jugend, die ausschließlich Schriften der Partei abdruckt (DGBJugend o. J. [ca. 1966]).
Schon früh wurde die NPD auch wissenschaftlich seziert. Standards setzte Reinhard Kühnl 1967 mit einem 250seitigen Werk über »Struktur, Programm und Ideologie einer neofaschistischen Partei« (Kühnl [Hrsg.] 1967). Ebenso Bröder, der 1969 eine richtungsweisende Studie zur »Propagandatechnik und -methode« des Parteiorgans Deutsche Nachrichten im Verlag v. Hase & Köhler veröffentlichte (Bröder 1969).
Die Pole der ideologisch motivierten Auseinandersetzung mit der NPD verdeutlichen zwei Broschüren, die 1968 erschienen. In der einen erklärt Giselher Schmidt für die Bundeszentrale für politische Bildung »Ideologie und Propaganda der NPD« und kommt zu dem Schluss, die »rechtsradikale und neonazistische Partei« unterscheide sich in maßgeblichen Elementen von einer »im wahren Sinne national-konservativen Partei« und teile mit dem »Biologismus-Rassismus« (so!) das »weltanschauliche Fundament der NSDAP« (Schmidt 1968).
Ganz anders Herbert Bertsch, der die polemische Frage stellt »Wozu braucht der Bonner Staat die
NPD’?« – und sie im Sinne der DDR-Führung beantwortet: »Die NPD ist der braune Stoßtrupp des
Bonner Regimes.« (Bertsch 1968).

aus: monitor Nr. 35, S.5

Ausführliche Literaturangaben:

  • ANTIFA-KOMMISSION DES KB (HRSG.): Wie kriminell ist die NPD?. Analysen, Dokumente, Namen. buntbuch, Hamburg, 1980
  • BERTSCH, HERBERT: Wozu braucht der Bonner Staat die NPD?. Dietz, Berlin, 1968
  • BRANDT, RUDOLF H.: Die Militärpolitik der NPD. Rückendeckung für die UdSSR?. Dokumentation und Analyse. Seewald, Stuttgart-Degerloch, 1969
  • BRÖDER, FRIEDRICH J.: Ein Sprachrohr des Rechtsradikalismus. Die deutschen Nachrichten. v. Hase und Koehler, Mainz, 1969
  • DEMOKRATISCHE AKTION (HRSG.): Verbot oder Auflösung der NPD?. Kurt Hirsch (viSdP), München, o.J. (1968)
  • DEMOKRATISCHER KLUB E.V. (HRSG.): Ist die NPD eigentlich faschistisch?. Teil 1: Aufbau, Organisation, Ideologie. Selbstverlag, Berlin, o.J. (1967)
  • DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND (HRSG.): Materialsammlung über die NPD. Selbstverlag, Düsseldorf, o.J.
  • DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND (HRSG.): DGB contra NPD. Selbstverlag, Hannover, o.J. (1968)
  • DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND (HRSG.): NPD-Behauptungen und Wahrheit. Eine Auseinandersetzung mit den Parolen der NPD. Selbstverlag, Landesbezirk Bayern, o.J. (1967)
  • DORN, WOLFRAM: NPD – Neuer Anfang eines furchtbaren Endes?. Markus, Köln, 1969
  • EBERT, WOLFGANG/SCHULTZ, REINHARD: Das Urteil von Mannheim: NPD nicht verfassungsfeindlich?. Eine Dokumentation. Sonderheft Nr. 4 des Pressedienst Demokratische Initiative (PDI), München, 1978
  • ELCHLEPP, DIETRICH/HEINER, HANS-JOACHIM: Zur Auseinandersetzung mit der NPD. Aktionen und Argumente gegen Rechtsradikalismus. Juventa, München, 1969
  • FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG (HRSG.): Gegen die NPD. Argumente für die Demokratie. Neue Gesellschaft, Bad Godesberg, 1969
  • FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG (HRSG.): Die NPD. Programmatik und politisches Verhalten. Neue Gesellschaft, Bad Godesberg, 1970
  • GÖTZ, WOLFGANG/SIEDEN, JOACHIM: ...Bis alles in Scherben fällt....Wohin führt der Rechtsradikalismus?. v. Hase & Koehler, Mainz, 1967
  • HINDELS, JOSEF: NPD ein Alarmzeichen. Bund sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus, Wien, o.J. (1967)
  • KÜHNL, REINHARD/RILLING, RAINER/SAGER, CHRISTINE: Die NPD. Struktur, Ideologie und Funktion einer neofaschistischen Partei. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1969
  • NIETHAMMER, LUTZ: Angepaßter Faschismus. Politische Praxis der NPD. S. Fischer, Frankfurt am Main, 1969
  • MAIER, HANS/BOTT, HERMANN: Die NPD – Struktur und Ideologie einer “nationalen Reichspartei“. R. Piper & Co, München, 1968
  • RICHARDS, FRED H.: Die NPD. Alternative oder Wiederkehr?. Olzog, München-Wien, 1967
  • RITTER, DR. WALDEMAR/EICHENGRÜN, ERNST: Informationen für Demokraten. NPD. Schriftenreihe der Jungsozialisten, Bonn, 1/67
  • SCHUSTER, INGRID: Die soziale Demagogie der NPD. Schriftenreihe der Demokratischen Aktion 1, München, o.J. (1969)
  • SCHMIDT, GISELHER: Hitlers und Maos Söhne. NPD und Neue Linke. Heinrich Scheffler, Frankfurt am Main, 1969
  • SCHMIDT, GISELHER: Ideologie und Propaganda der NPD. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 1968
  • SPD, SOPADE-REDNERDIENST (HRSG.): Zur Auseinandersetzung mit der NPD. Selbstverlag, Bad Godesberg, o.J. (1967)
  • SMOYDZIN, WERNER: NPD – Partei mit Zukunft?. Ilmgau, Pfaffenhofen/Ilm, 1969
  • v. HASE & KOEHLER VERLAG (HRSG.): Auf dem Prüfstand der Demokratie. Zur Analyse und geistigen Auseinandersetzung mit der NPD. v. Hase & Koehler, Mainz, o.J.
  • ZALESHOFF, ANDREAS P.: Der zweite Frühling der NPD. Neofaschismuskommission VVN/Bund der Antifaschisten/Niedersachsen (HRSG.), Eigendruck, 1989

 

 

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Die Bibliothek des apabiz

12.000 Bücher und Broschüren

Im Archiv-Bestand des apabiz befinden sich nicht nur Zeitungen, Flugblätter und Tonträger, sondern auch eine Vielzahl von Büchern und Broschüren zu den Themen Rechtsextremismus und Nationalsozialismus. Deren Anzahl beläuft sich derzeit auf fast 12.000 Exemplare.
Parallel zu den anderen Medien im Archiv ist auch unsere Bibliothek in einen Primär- und Sekundärbereich unterteilt. Letztgenannter ist wie unsere anderen Medien für Gäste frei zugänglich. Es handelt sich um eine Präsenzbibliothek, aus der jedoch unsere Fördermitglieder ausleihen dürfen. Die gesamte Bibliothek ist elektronisch erfasst und neben den üblichen bibliographischen Angaben auch mit einer Reihe von Schlagwörtern versehen, die eine umfangreiche Suche ermöglichen.
Aufgrund der beschränkten finanziellen Möglichkeiten sind wir in diesem Bereich auf Schenkungen von Privatpersonen, Verlagen und Institutionen angewiesen. Einige Hundert Bücher aus der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus konnten bei der Zusammenlegung der Berliner Staatsbibliotheken vor der Vernichtung gerettet und in unseren Bestand integriert werden.
Gerade wenn es um inhaltliche Kontinuitäten des aktuellen Rechtsextremismus in Bezug auf den Nationalsozialismus oder Vertreter der sogenannten Konservativen Revolution geht, ist dieser Bereich der Bibliothek eine wunderbare Quelle. Selbstverständlich wird man auch bei der Suche nach aktueller Fachliteratur zum Rechtsextremismus bei uns fündig.

aus: monitor Nr. 29, S.4

 

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Der Sonderbestand »Lebensschützer«

Personen, Ideologien, Themen

Der Sonderbestand »Lebensschützer« umfasst Bücher, Zeitschriften, Broschüren, Briefe und Texte, die Anfang der 1990er Jahre im Rahmen von Recherchen für Radiofeatures, Presseartikel und Vorträge der Journalistin Elke Amberg gesammelt wurden. Ausgangspunkt der Sammlung ist das 1991 erschienene Buch »Vorsicht Lebenssschützer. Die Macht der organisierten Abtreibungsgegner« von Barbara Ritter und anderen.
Insbesondere wurden Originalbroschüren und Bücher folgender Lebensschützer-Vereinigungen gesammmelt:

Führende IdeologInnen wurden interviewt. So liegen in transkribierter Form Interviewaussagen vor von CHRISTA MEWES, SIEGFRIED ERNST, JOHANNA VON WESTPHALEN, BERNWARD BÜCHNER, MARIA SIMON. Die Vernetzung und Einflussnahme auf die aktuelle Politik, die zentralen Ideologien und Argumentationsmuster sowie die inhaltlichen und personellen Verbindungen zu rechtsradikalen Personen und Gruppierungen werden in mehreren journalistischen Beiträgen dargelegt und anhand der Originalbelege untermauert. Auch Briefwechsel zu juristischen Auseinandersetzungen sowie Bücher für eine Abtreibungsliberalisierung sind enthalten.
Die Sammlung umfasst insgesamt zehn Aktenordner sowie 40 Bücher und berührt Ideologien und Denkrichtungen wie christlicher Fundamentalismus, Rassismus und Antisemitismus, Biologismus, Frauenfeindlichkeit, Elitedenken, Verneinung der Evolution, Homophobie, Psychiatrisierung von Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließen.
Für Nachfragen ist Elke Amberg über das apabiz zu erreichen.

aus: monitor Nr. 27, S.2

 

 

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Antisemitismus, Biologismus, »Rassenhygiene«

»Rassenhygiene und Pädagogik im Nationalsozialismus«

Das apabiz hat vor kurzem einen weiteren Sonderbestand erhalten und bietet ihn ab sofort zur Nutzung an. Die Sammlung ist im Rahmen eines Forschungsprojektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Freien Universität am Fachbereich Erziehungswissenschaften von 1998 bis 2004 entstanden. Das von Prof. H.C. Harten und den wissenschaftlichen Mitarbeitern U. Neirich und M. Schwerendt begleitete Projekt »Rassenhygiene und Pädagogik im Nationalsozialismus« beschäftigte sich mit der pädagogischen Umsetzung von Rassenhygiene im Nationalsozialismus und untersuchte die Biografien der beteiligten Personen.
Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden zwei Dissertationen zu den Themen »Biologismus und Rassismus in Biologieschulbüchern 1933-2000« und über Antisemitismus in pädagogischen Materialien begonnen. Der Sonderbestand aus etwa 15 Aktenordner enthält:

  • eine umfangreiche Sammlung von »rassenhygienischen« Aufsätzen und Texten aus der Zeit des Nationalsozialismus
  • Sekundärliteratur zu den Themen Antisemitismus, Rassenkunde, Rassenhygiene, Anthropologie, Medizin, Biologismus und Rassismus
  • Kopien von Biologieschulbüchern von 1933-2000, die sich mit Rassenkunde und Vererbungslehre beschäftigen
  • Biografische Angaben zu den Autoren der rassenhygienischen Aufsätze und Biologieschulbuchautoren.

Die Sammlung darf und soll weiter genutzt werden, bei der Zitierung ist ein Quellenhinweis notwendig. Der Bericht des Forschungsprojektes ist in diesem Jahr unter dem Titel »Rassenhygiene
als Erziehungsideologie des Dritten Reiches. Bio-bibliographisches Handbuch« (Autoren: Hans-Christian Harten, Uwe Neirich, Matthias Schwerendt) im Akademie Verlag erschienen.

aus: monitor Nr. 26, S.3

 

 

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Von Alte Kameraden bis Wurfpost

Primärquellen in der Rubrik Militaristen

In unserem Bestand an Primärquellen zu rechten Gruppierungen und Strukturen nach 1945 finden sich neben den gängigen Teilbereichen, wie Parteien und Jugendkulturen, auch eine Reihe besonderer Rubriken. Dazu gehört zum Beispiel der umfangreiche Bereich der Militaristen und Soldatenverbände. Hierzu verfügen wir über 47 verschiedene Zeitschriftentitel mit insgesamt 1.134 Ausgaben sowie eine Vielzahl sonstiger Dokumente, wie etwa Einladungen und Broschüren.
Das Spektrum der Zeitschriften umfasst Blätter der zahlreichen Traditionsverbände und Truppenkameradschaften ehemaliger Wehrmachtseinheiten, wie z. B. DIE OASE vom VERBAND DEUTSCHES AFRIKA-KORPS E. V., ebenso wie bspw. die Zeitschrift des VERBANDES DER RESERVISTEN DER DEUTSCHEN BUNDESWEHR E. V. oder DAS RITTERKREUZ von der ORDENSGEMEINSCHAFT DER RITTERKREUZTRÄGER DES EISERNEN KREUZES E. V.
Zahlreiche Ausgaben des weit verbreiteten und vielgelesenen Kioskheftes DER LANDSER und des Hochglanzmagazins DEUTSCHE MILITÄRZEITSCHRIFT (DMZ, s. monitor Nr. 14) komplettieren den Bestand militaristischer Zeitschriften. Weiter Materialien zum Thema Militaristen lassen sich in den anderen Teilbereichen des apabiz finden, wie z. B. der Bibliothek, dem Broschürenbestand oder der
Bildungsarbeit.

aus: monitor Nr. 25, S.4

 

 

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Filme, Dokus & Primärquellen

Der Bestand der Videothek im apabiz

Unser Bestand an Videos umfasst derzeit über 1.200 Titel, von denen bereits 750 in unserem Katalog für diese Medien erfasst sind. Darunter befinden sich Fernsehbeiträge aus politischen Magazinen, Dokumentarfilme und Spielfilme. Der Hauptteil stammt aus der Zeit seit Beginn der 1990er Jahre; viele Spielfilme sind allerdings älter.
Fernsehberichte über die Brandanschläge von Mölln, Solingen und Hoyerswerda oder das Pogrom von Rostock füllen etliche Videokassetten; ebenso gehören bekannte Fernsehdokumentationen über den Terror der Nationalsozialisten zum Repertoire. Hinzu kommen Amateuraufnahmen von Nazi-Aufmärschen, die einen unverstellten Blick liefern können und daher auch in der Bildungsarbeit zum Einsatz kommen. Schließlich verfügen wir auch über Videos oder Fernsehspots, die von der Naziszene produziert wurden.
Große Teile unseres Videobestandes wurden uns durch Fördermitglieder und durch die FreundInnen
von autofocus überlassen, bevor sie von uns für die Nutzung durch Dritte aufbereitet wurden. Weitere – ausgesuchte – Bestände sind gerne willkommen.

aus: monitor Nr. 22, S.4

 

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Stand der Bewegung

Antifaschistische Periodika aus ganz Europa

Eine der ersten Anlaufstellen in unserem Archiv für Recherchen über die extreme Rechte ist die Sammlung von über 80 Periodika zum Thema, die aus nahezu allen gesellschaftlichen Spektren stammen: Von Gewerkschaften über Parteien bis hin zu linksradikalen Gruppen. Neben den großen bundesweit erscheinenden Fachblättern wie dem Antifaschistischen Infoblatt, Der rechte Rand, blick nach rechts und Antifa haben wir auch diverse regional erscheinende Zeitschriften wie die Lotta aus Nordrhein-Westfalen oder die enough is enough aus Schleswig-Holstein archiviert. Darüber hinaus führen wir zahlreiche Zeitschriften aus ganz Europa in unserem Bestand, darunter neben der englischsprachigen Searchlight Magazine aus den Niederlanden, Frankreich, Polen, Dänemark, Schweden, Österreich, Norwegen und der Schweiz.
Die Periodika geben in ihrer Gesamtheit einen hervorragenden Überblick über die Entwicklung der extremen Rechten. Darüber hinaus lassen sich Debatten der antifaschistischen Bewegung nachvollziehen. Alles in allem spiegelt die Sammlung den Erkenntnisgewinn und die Geschichte des
Antifaschismus der letzten 25 Jahre wider.

aus: monitor Nr. 21, S.2

 

 

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Jugendbünde dokumentiert

Zeitschriften der Jugendbewegung

Anfang 2005 haben wir als private Spende verschiedene Zeitschriften aus den 70er, 80er und 90er Jahren übernommen, die aus der Deutschen Jugendbewegung, Bündischen Jugend bzw. Pfadfinderbewegung stammen.
Relativ geschlossen sind etwa 15 Jahrgänge von Mitte der 80er bis Ende der 90er vorhanden von:

  • STICHWORT – BÜNDISCHE FÜHRUNGSSCHRIFT
  • DER EISBRECHER – ZEITSCHRIFT DER BÜNDISCHEN JUGEND sowie
  • DIE BUSCHTROMMEL. NACHRICHTENBLATT ZU STICHWORT UND DER EISBRECHER.

Ergänzt wird die kleine Sammlung durch mehrere Jahrgänge der

  • ZEITSCHRIFT DES BUNDES DER PFADFINDERINNEN UND PFADFINDER E. V. aus der ersten Hälfte der 80er und
  • Einzelhefte des RUNDSCHREIBENS DES FREIDEUTSCHEN KREISES aus den 70ern und frühen 80ern.

Es handelt sich dabei nicht um Zeitschriften aus rechtsextremen Jugendverbänden. Allerdings bewegte sich das STICHWORT Ende der 80er bzw. Anfang der 90er in neurechtem Fahrwasser. Nicht nur bei den Themen, sondern auch bei den AutorInnen, teils sogar den RedakteurInnen gab es Überschneidungen. Eine neue Redaktion hat mit dieser Tradition später gebrochen.
Die NutzerInnen des Archivs können anhand dieses Materials nachvollziehen, wie in der Jugendbewegung der Nachkriegszeit mit extrem rechtem Gedankengut und zweifelhaften Traditionsbeständen umgegangen wurde. Einerseits wurde das völkische, nationalistische oder militaristische Erbe bewusst oder auch unbewusst übernommen – andererseits verworfen und zurückgewiesen.
Dies zeigte sich besonders scharf in den Auseinandersetzungen um die »überbündischen Singewettstreite«. Hilfreich ist die BUSCHTROMMEL, die außer kurzen Nachrichten aus den Bünden
auch umfassende Adressenlisten bringt; dort finden sich neben harmlosen und teilweise eher linken
Vereinen auch extrem rechte Gruppen.
Das apabiz hat in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt seiner Arbeit darauf gelegt, den Einfluss extrem rechter Tendenzen in Jugendszenen und Subkulturen und den Widerstand dagegen
zu dokumentieren. Die Übernahme der Zeitschriften erweitert die Arbeitsgrundlage in diesem Feld und erlaubt es, dabei auch etwas weiter zurück zu schauen.

aus: monitor Nr. 20, S.5

 

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Rechte Töne archiviert

Der Bestand an Tonträgern im apabiz

Das apabiz sammelt nicht nur Papier in allen Formen zum weitgefächerten Thema Rechte in der BRD. Auch zahlreiche CDs sind bei uns archiviert, u.a. um unserem Schwerpunkt Musik- und Jugendkulturen von rechts gerecht werden zu können. Inzwischen haben wir ca. 600 CDs aus dem In- und Ausland in unserem Bestand. Dabei handelt es sich um die Werke verschiedenster Interpreten, vor allem aus den Bereichen deutscher Rechtsrock und Liedermacher. Aber auch so manche Dark Wave- oder Black Metal-CD sowie Militärmusik aus dem Nationalsozialismus haben ihren Weg zu uns gefunden.
Die Materialien werden zum einen bei Veranstaltungen des apabiz als Anschauungsmaterial eingesetzt. Zum anderen kommen sie bei der Recherche und inhaltlichen Auseinandersetzung sowie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz.

aus: monitor Nr. 19, S.2

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