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apabiz en detail |
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Der Bestand an Tonträgern im apabizRechte Töne archiviertDas apabiz sammelt nicht nur Papier in allen Formen zum weitgefächerten Thema Rechte in der BRD. Auch zahlreiche CDs sind bei uns archiviert, u.a. um unserem Schwerpunkt Musik- und Jugendkulturen von rechts gerecht werden zu können. Inzwischen haben wir ca. 600 CDs aus dem In- und Ausland in unserem Bestand. Dabei handelt es sich um die Werke verschiedenster Interpreten, vor allem aus den Bereichen deutscher Rechtsrock und Liedermacher. Aber auch so manche Dark Wave- oder Black Metal-CD sowie Militärmusik aus dem Nationalsozialismus haben ihren Weg zu uns gefunden. Die Materialien werden zum einen bei Veranstaltungen des apabiz als Anschauungsmaterial eingesetzt. Zum anderen kommen sie bei der Recherche und inhaltlichen Auseinandersetzung sowie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz. Quelle: monitor Nr. 19
Die Rubrik "Antifaschismus regional"Antifaschismus in BewegungNebem dem Archiv zur extremen Rechten unterhält das apabiz auch
einen umfangreichen Bestand an Dokumenten und Materialien der antifaschistischen
Bewegung und anderer politischer Gruppen, die zu den Themen des Archivs
arbeiteten und arbeiten. Ihren Anfang nahm diese Sammlung, als das Antifa-Archiv
noch ein Teil des "Papiertigers - Archiv für soziale Bewegungen"
war; seitdem wird sie kontinuierlich weitergeführt und ausgebaut.
Der Bestand beginnt Ende der Siebziger Jahre und reicht bis in die Gegenwart.
Die vertretetenen politischen Gruppen reichen von der Grünen Jugend
Baden-Württemberg über die Autonome Antifa - Gruppe Zschopau
bis zum Anti-Rep-Bündnis Berlin aus dem Jahre 1989. Unter den Dokumenten
finden sich neben zahlreiche Flugblätter und Aufkleber eine Vielzahl
von Plakaten, Zeitschriften und Broschüren. Dieses Material wurde
nach den verschiedenen Regionen Deutschlands und chronologisch aufgearbeitet.
Die Plakate sind thematisch unterteilt und befinden sich in einer Sondersammlung.
Die von den unterschiedlichen antifaschistischen Gruppe herausgeben Broschüren
und Zeitschriften sind thematisch aufgearbeitet und mit Schlagwörter
versehen. Quelle: monitor Nr. 18
Der Bestand an Primärquellen des apabiz:Die Rubrik "Vertriebene"Nachdem in der letzten Ausgabe des monitor die Presseauswertung vorgestellt wurde, wollen wir diesmal auf das andere Standbein unseres Archivs eingehen, die Primärquellen aus der extremen Rechten. Gesammelt wird prinzipiell alles, was die Rechte produziert: Vom Aufkleber über Flugblätter und Plakate, Broschüren und Bücher, offene und interne Briefe, Periodika, Rundschreiben und Programme bis hin zu Internet-Seiten, Videos und CDs. Diese Sammlung geht zurück bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts; der deutliche Schwerpunkt liegt jedoch auf der Zeit von den 80er Jahren bis heute. Die enthaltenen Primärquellen sind in Rubriken unterteilt, in einer Datenbank erfasst und zum Teil qualitativ ausgewertet. Eine Rubrik ist z.B. der Bereich "Revanchisten/Vertriebenenverbände", in dem sich seit 1945 die konservative und die extreme Rechte überschneiden. Beide sahen und sehen in der Diskussion um die "ostdeutschen Gebiete" und das "Offenhalten der Vertriebenenfrage" ein zentrales politisches Identifikationsthema, das auch heute noch einige Brisanz besitzt, wie die Diskussion um die Preußische Treuhand zeigt (siehe monitor Nr.16). Unser Bestand in dieser Rubrik umfasst insgesamt über 3250 Dokumente. Einen wesentlichen Teil davon machen über 115 Periodika aus, die über die Jahrzehnte von verschiedenen Landsmannschaften und Vertriebenenverbänden publiziert wurden. Darunter auch die wichtigsten Zeitschriften dieses Spektrums: die Preußische Allgemeine Zeitung (früher: Das Ostpreußenblatt), Der Schlesier und der Rundbrief des einflussreichen Witiko-Bundes, der Witiko-Brief. Quelle: monitor Nr. 17
Die Presseauswertung des Archivs im apabiz:Ernüchternd aber erfolgreichEin Kernbereich unserer Arbeit im apabiz ist die kontinuierliche Auswertung der Tagespresse. Auch wenn die ältesten ausgewerteten Quellen aus den fünfziger Jahren stammen, ist der Beginn der systematischen Auswertung auf das Jahr 1991 zu datieren. Seitdem lesen wir etwa sieben Tageszeitungen und werten sie zu unseren Themen inhaltlich aus. Hinzu kommen verschiedene Wochen- und Monats- sowie sonstige Zeitungen und Zeitschriften. Die entsprechenden Artikel werden in einer Datenbank erfasst, inhaltlich verschlagwortet und archiviert. Praktische Ergebnisse unserer Presseauswertung sind unter anderem auf unserer Homepage zu finden, wo wir beispielsweise immer zu Beginn eines Jahres Chronologien zu Angriffen und weiteren Vorkommnissen veröffentlichen. Und schon so manches Mal war jemand glücklich, dass zehn Jahre zuvor genau ein Artikel mit der gesuchten Information ausgewertet wurde. In der heutigen Informationsflut ist die Presseauswertung ein hilfreiches Werkzeug für eine qualitative Recherche. Wir können so mit unserer Arbeit Anfragen punktgenau beantworten. Nach dreizehn Jahren systematischer Presseauswertung können wir auf 45.000 Artikel, aufbewahrt in mehr als 120 Presseordnern, mit Hilfe der Datenbank innerhalb von Sekunden zugreifen. Obwohl die Presseauswertung eines der wichtigsten Standbeine unserer Arbeit ist, steht sie auf unserer internen Beliebtheitsskala eher unten. Schließlich ist es eine eher langweilige Fleißarbeit und wir erfüllen an dieser Stelle die oftmals ernüchternde Pflicht von Chronisten. Thomas Naumann |
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